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18.03.2011

Clavels "Bonne Pioche" - herrlich...


Pierre Clavel, Winzer aus dem Languedoc nördlich von Montpellier, hat es drauf. Sein Marketing ist perfekt, er kommt als Bursche vom Lande rüber, Typ netter, bodenständiger, rustikaler, sonnengegerbter Südfranzose. Ein Filou, der ehrliche Weine aus Bioanbau zu knappp kalkulierten Preisen auf den Markt bringt.
Und ich gebs jetzt hier mal zu, ich  nehm ihm das alles ab. Ich mag die Weine, angefangen vom Einsteiger "Le Mas", für 6€ ein knackiger "Hausroter" mit viel Saft und Kraft, bis zum Flagschiff "Copa Santa". Der ist übrigens über die ganzen letzten Jahre nicht teurer geworden, ich kauf den seit Jg. ´98. Aktuell z. Bsp. hier für ca. 13€ zu haben.   

  • Sei neuester Wein: "La Bonne Pioche", nach dem "Marteau", dem Hammer, bringt er nun die "(gute) Spitzhacke". Eine Cuvée aus Syrah, Grenache und Mourvèdre vom Pic Saint Loup, mit teilweise Ausbau in großen Fuderfässern (14% / 12€). Nach drei Stunden Dekantierzeit offen im großen Glas entwickelt der einen ausgesprochenen Trinksog, eine gewisse Lust auf fruchtwürzige Kraft vorausgesetzt. Expressive Nase wie ein krossgegrilltes, gekräutertes Pfeffersteak mit Brombeersoße, herrlich intensiv, im Mund saftige Fülle, zwar recht weich aber nicht ohne frischen Biß. Am zweiten Tag offener, floraler, sehr geschmeidig-cremige Frucht. Durch den Verzicht auf eine Holzprägung im Ausbau kommen immer wieder interessante Aromen nach oben. Kein langweiliger, eindimensionaler Wein - absolute Empfehlung.
Hier klicken, ein Video von Pierre Clavel beim Verkosten des Bonne Pioche, frisch aus dem Fuderfaß.

Neues Bild von der Domaine Clavel:
Jg. 2010 c´est super !




01.03.2011

Rioja - Klassiker: Faustino Gran Reserva

Zu Geburtstagen wird ja gerne eine Flasche aus dem Geburtsjahrgang geöffnet. Beim Weindeuter muß es in diesem Jahr schon der Jg.´61 sein. Beim Nachwuchs reichte am Wochende aber ein ´98er. Und weil ich da zum 13. Geburtstag nicht an meine Kellervorräte gehen wollte, bot sich eine Gran Reserva aus der Rioja an. Die gibt es ja gut gereift ganz regulär im Handel zu kaufen.
Faustino I 1998 Bodegas Faustino Martinez / Rioja / Spanien (13% / ca. 16€ z. Bsp. hier) Die Faustino Weine sind ein Klassiker im Weinregal. Der Erzeuger setzt in Deutschland stark auf den Lebensmittelhandel als Vertriebsweg. Deshalb sind die unglaublich häßlichen Flaschen mit ihrer gesprenkelten Mattierung, dem Goldnetz und den auf alt getrimmten Etiketten vielen Weinfreunden vertraut.
Schlecht ist der Wein auf keinen Fall. Man erhält für einen fairen Tarif einen typischen, vom langen Holzausbau (25 Monate) und langer Flaschenreife geprägten Tempranillo traditioneller Machart. Transparent aufgehelltes Kirschrot, in Nase und Mund durchaus Finesse. Ein gut polierter alter Holzschrank, in dessen Schubladen eine offene Packung Mon-Cheri Pralinen liegt. Besser und bekömmlicher als viele moderne spanische Fruchtbomben, die seit Jahren den Markt überschwemmen.


17.02.2011

"Hunnicutt" Zinfandel


Der Weindeuter sitzt im Sauerland fest, in einem riesigen Hotel- und Tagungsbunker namens Sauerlandstern. Und da wird Bier getrunken: Veltins, Krombacher oder Warsteiner.
Ich hab mir lieber einen kalifornischen Zinfandel mitgenommen, ein Dickschiff aus der 30€ - Klasse. Nicht von einem der große Erzeuger, sondern aus einem kleinen und noch jungen Familienweingut. Von diesem Zinfandel sind in 2008 nur 216 Kisten poduziert worden. Doch trotzdem ist der leider gar nicht ein so großer Genuß wie angenommen.
  • Hunnicutt Zinfandel 2008 Napa Valley (95% Zinfandel + 5% Petite Sirah / 14,7 % / 29€ hier)
    Sehr reichhaltige Nase, pralle, etwas überreife Früchte, dicke frischgepflückte Brombeeren und Herzkirschen. Etwas Rauch, etwas Zartbitterschokolade, wenig Vanille. Also genau das, was man von solch einem Gewächs zu erwarten hat und was ich haben wollte. Im Mund dann sehr cremig, hohe Viskosität, zum Auftakt süßer Schmelz. Dann aber auch sehr zupackende Bitternote, der Alkohol schlägt durch, wie bei einem zu scharf angesetzten Rumtopf. Der Wein wird dadurch richtig schwer zu schlucken, ein harmonischer Trinkfluß will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einstellen.


04.02.2011

Klassiker rot/weiß

Zwei Klassikerregionen, nix modisch aufgesetztes rinnt aus der Flasche, sondern solides, geerdetes Weinhandwerk: Rioja und Barolo.

Bei Muga geht man den für die Rioja klassischen Weg der Weinbereitung, unter Aufbietung von viel Holz. Alle verwendeten Gebinde für die Weine sind aus Eichenholz. Sowohl die Gärtanks, die Lagerfässer und natürlich die Barriques aus Frankreich und Amerika. Fermentation im Barrique und drei Monate auf der Feinhefe ist hier das Rezept.
Ich hatte eigentlich was duftig-süßliches erwartet, so in Richtung Weichschmelzchardonnay. Ist der hier aber nicht. Zwar im ersten Moment eine gewisse Erdnußnote, das geht aber weg. Der Wein hat Frische und eine gesunde Portion Säure - ein Essensbegleiter.

Ich weiß, ich weiß...kein Premium - Barolo, eher die Brot und Butter Fraktion, Santirano ist ein Großer, der Basisbarolo kostet knapp 13€. Aber trotzdem: Was hier im Jahr 2006 gemacht wurde hat Hand und Fuß, der Einsteiger in die Welt des Nebbiolo muß sich nicht verstecken. Hat durchaus diese appetitanregende spröde und erdige Piemont - Aromatik mit etwas Veilchenparfüm. Ein Tischwein, kein weichgespülter und gestylter Anlocker.

01.02.2011

Vino Grande auf Hugenpoet: Teil 2 Österreich


Nach den Rieslingen (Teil 1) ging es zu den (roten) Österreichern, auch hier nur eine Auswahl. Weil die Probe auf Schloß Hugenpoet stattfand, war es passend, zunächst Weine von Schloß Gobelsburg im Kamptal zu probieren, eine österreichische Legende.

Dorli Muhr
Nach dem Traditionsweingut dann ein start-up Unternehmen: Weingut Muhr - van der Niepoort / Carnuntum. Von Dorli Muhr hab ich zum ersten Mal in Stuart Pigotts "Schöne Neue Weinwelt" gelesen. Der mochte sie zuerst nicht, ordnete die PR-Fachfrau (Wine & Partners) als zu glatt ein ("ausgeprägter Ehrgeiz") - und revidierte dann sein Urteil in Portugal bei einer Begegnung mit ihr und ihrem damaligen Ehemann Dirk van der Niepoort. Mit dem macht sie seit einigen Jahren auf ererbten und zugekauften Rebflächen am Spitzerberg im Carnuntum selber Wein. Neben Blaufränkisch gibt es auch Testparzellen mit Merlot, Cabernet-Franc  Syrah und Tempranillo.
  • Hier geht es bei allen Weinen nicht um Kraft und Konzentration. Die 2008er Cuvée vom Berg, Rote Erde und auch das Flagschiff Blaufränkisch Spitzerberg (33€) halten sich fein und elegant zurück und geben sich so dezent, schlank und feminin wie Auftritt und Outfit von Frau Muhr. Lediglich der Syrah dreht etwas mehr auf, bedingt durch Rebsortencharakter, aber auch durch den fetteren Jahrgang ´07.
Margarethe Triebaumer
Einen Tisch weiter ein etabliertes Weingut: Ernst Triebaumer aus Rust am Neusiedlersee. Da natürlich im Mittelpunkt des Interesses der Blaufränkisch Ried Marienthal 2008. Ein Wein, der vielen als bester Blaufränkisch Österreichs gilt und seit über 20 Jahren Kultstatus und damit auch seinen Preis hat (51,50€). Auch den Veranstalter Thomas Kierdorf darf der konzentrierte Rote aus Rust wohl zu seinen Bewunderern zählen, er ließ sich von Margarethe Triebaumer einen herzhaften Schluck einschenken und geriet ins Schwärmen. Auch hier nichts breites, kein fetter Brummer und "Sofort-Überwältiger". Trotzdem dunkler und konzentrierter als der Spitzerberg. Jugendliches Violettrot, Kraft und Dichte, viel Stoff, frische Kirschfrucht, die im Mund aufzugehen scheint. Ein Wein, der nach Lagerung  und Reifung verlangt.

Fritz Wienienger

Für Freunde des unmittelbaren Genußes empfiehlt sich eher das Weingut Wieninger, passenderweise aus Wien ("the taste of Vienna"). Fritz Wieninger spielt mit seinen Pinots den charmanten Verwöhner. Schon der 2007er Pinot Select (19€) ist ein offener weicher Schmeichler mit Rauch - und Toffeenoten. Eine Steigerung dann nochmal der 2007er Grand Select (39,90€). Irgendwie passt das zum barock-prächtigen Wien ganz gut. Mit dem Grand Select 2004 räumte Wieninger bei einem Großen Pinot Tasting in Singapur ab, Platz 1 vor einigen Größen aus dem Burgund.



31.01.2011

Vino Grande auf Hugenpoet: Teil 1 Riesling

Sinnlicher Genuß: Reinhard Löwenstein mit seinen Rieslingen

Jedes Jahr im Januar versammelt Thomas Kierdorf "seine Winzer" in Essen. Die Veranstaltung im feinen Schloß Hugenpoet ist das Gegenteil von Beliebigkeit, man will es hier beileibe nicht jedem rechtmachen. Die Auswahl wendet sich an Fortgeschrittene, sozusagen an Leute mit "Weinabitur". Wer auf der Suche ist nach Bordeaux oder Burgund, Italien, dem neuesten "Parker-Spanier" für 7€ oder gar Übeersee ist hier falsch, das kommt alles nicht vor.
Den Schwerpunkt bilden deutsche Rieslinge und Weine aus Österreich. Und da war das das line-up in diesem Jahr wieder hochkarätig, anwesend waren Vertreter der deutschen Rieslingelite. Der Weindeuter gönnte sich eine subjektive Auswahl:
  • Battenfeld-Spanier aus Rheinhessen: Kirchenstück 2009 GG und Frauenberg 2009 GG, konzentriert, schlank, säurestraff, Modellrieslinge.
  • Wittmann der Rheinhessenklassiker: Aulerde 2009 GG, leichter Stinker, Erde, Kraft, Wucht.
  • Peter Kakob Kühn, der Individualist aus dem Rheingau: St. Nikolaus 2009 GG und Doosberg 2009 GG, sperrige, erdige, würzig-herbe Rieslinge - nix für Freunde der Frucht. 
  • Von Winning: Antipode zu Kühn, Kalkofen 2009 GG, reichhaltiger saftiger Pfälzer, weicher "Aprikosenstil", schon sehr "trinkig", lecker.
  • Schäfer-Fröhlich von der Nahe: Kupfergrube 2009 GG und Felseneck 2009 GG, wie eine Wanderung an der stürmischen Nordsee, charktervolle, dichtgepackte Essenzen.
    Da kam das Dellchen 2009 GG von Herrman Dönhoff nicht ganz mit.
  • Van Volxem: Volz 2009 GG und Rotschiefer 2009 GG, haben mir im direkten Vergleich zu den Winnings etwas besser gefallen, sehr duftig, warm, weich. Saar - Rieslinge mit Crema.
  • Geltz-Zilliken: Kontrastprogramm von der Saar, Rausch 2009 GG mit viel Mineralik, Salz und Zitrus. 
  • Markus Molitor: Großmogul von der Mittelmosel mit großem Sortiment, die trocken ausgebaute Auslese vom Nierdermenninger Herrenberg 2009, leicht, tänzelnd spielerische Frucht.
  • Heymann-Löwenstein: Schon der Riesling vom blauem Schiefer 2009 eine raffinierte Verbindung aus Himmel und Erde, Frucht und Mineralik. 2009er Uhlen GG dann purer Charakter, Tiefe, Rieslinghochgenuß von der Mosel. Ein Favorit.

    Alle Großen Gewächse zwischen 24€ und 36€ bei Vino Grande
Verkostungsraum auf Hugenpoet
Auf nüchternen Magen mußte das alles zum Glück nicht verkostet werden, die Hugenpoet - Küche (1 Michelinstern Nero) versorgte die Weinfreunde mit 5 kleinen, feinen Tellern. Alles aromatisch sehr entschieden und kräftig gemacht, gerade richtig für ein Häppchen zwischendurch. Ein Modell die Frühlingsrolle mit Entenfüllung, deftig herzhaft der Käsegriller, in Wien und Umgebung auch die Eitrige genannt...

Aber zu den "Ösis" erst morgen in Teil 2...
Herzhafte Tellerhäpchen: Hummersuppe, Wasabischaum mit Lachs, Curryquiche,  Frühlingsrolle mit Entenfüllung, Käsegriller am Spieß mit Kartoffel-Spinat-Stampf




20.01.2011

Chateauneuf und Gigondas


Die südliche Rhone: Pittoreske Dörfer an alten Handels- und Heerwegen, heiße Hügel, Mistral und natürlich Heimat großer Weine. Etabliert, hochbewertet und (mittlerweile) teuer die Gewächse aus Chateauneuf du Pape. Auf dem Fuße folgen weitere Crus, allen voran die Weine aus Gigondas.
Ein solches Duell stand ganz unverhofft bei einer Geburtstagsfeier plötzlich auf dem Tisch. Natürlich freut sich der Weindeuter über solche Überraschungen ! Immer gut, wenn man für charakterstarken Genuß nicht den eigenen Keller plündern muß...
  • Domaine Olivier Hillaire 2004 Chateauneuf du Pape (14% / ca.30€)
    Ein ganz kleiner Erzeuger in Ch9dP. Kein großer Blockbuster, sondern ein Winzer mit nur 3 ha, der nebenbei vor Ort auch noch eine kleine Brasserie betreibt. Erste Reifezeichen, der Rand leuchtet in zartem Orange. Sehr duftig kommt er aus dem Glas. Reife und reichhaltige Grenachefrucht (80%), aber nicht (zu) fett. Feiner floral-femininer Schmelz, im Vergleich zum Gigondas eher ein reich gesteckter Blumenstrauß.
  • Verblüffung: Vier Jahre älter als der Chateuneuf, aber noch immer in dunkler, ungestümer Kraft mit viel Frucht und Würze. Lakritz und Cassis, er steht im zehnten Jahr noch ziemlich stramm im Glas. Ein südfranzösischer Brummer besonderer Qualität. "La Font de Tonin" (benannt nach dem Vater der Winzer) aus 70% Grenache und 30% Mourvedre liegt für ein Jahr in teilweise neuem Holz und kommt, wie auch der Chateauneuf, aus einem kleinen und traditionell arbeitenden Betrieb, einem der besten in Gigondas.
    Beide Weine sind seriöse und individuelle Qualitäten handwerklich geprägter Machart.


08.01.2011

Weihnachtliches Kitzmenü...


...im Januar. Zu solch einer Einladung kann es kommen, wenn es sich im Dezember terminlich drängelt. Aber so wird ja die dunkle Zeit etwas versüßt. Zum Beginn deshalb auch ein süßer Italiener:

  • Principe Pallavicini "Stillato" 2006 Malvasia Puntinata (14% / 14,50€ 0,5) Ein Passito, also ein Wein aus getrockneten, rosinierten Trauben, zudem noch mit teilweisem Barriqueausbau. Kein Leichtgewicht, dieser traditionelle Malvasia. Bernsteinfarben, in der Nase getrocknete Aprikosen und Orangenzeste, leicht oxydative Sherrynote. Dieses "Likörchen" aus dem Latium hätte auch gut zu den Dessertweinen und den Blauschimmelkäsen beim Barolomenü gepasst.  
  • Dann zur Spinatquiche kein Weißer, sondern gleich ein kräftiger Roter aus der Provence: Chateau de Palayson "Cuvée Christine" 2005 (14,5% / 17€). Ein Cabernet/Syrah - Blend mit 12 monatigem Barriqueausbau. Recht entwickelter Zustand, leicht orange aufgehellt, würzig-rauchige Nase mit Trockenfrucht. Kein fetter Mundfüller, hat Delikatesse.
  • Dann gab es im Römertopf geschmorte Kitzkeule in einer ungewöhnlich leichten, "hellen" Variante mit Orangen und einem Gemüse aus Karotten, Birnen und Walnüssen. Dazu wäre z.Bsp. auch ein Grauburgunder gut gewesen, ich hatte aber den Sideral 2004 (Altair / Rapel Valley / Chile 14,50% / 18,90€) mitgebracht. Der war mit seiner dicken Heidelbeer/Brombeernase und Zimt, Vanille, Zartbitterschoko ja schon beim Weihnachtsmenü dabei. Durch seine enorme Frucht und Geschmeidigkeit ging das aber aromatisch trotzdem auf. Auffällig: Der älteste Wein des Trios brachte am meisten jugendliche Frische zum jungen Reh ins Glas.

06.01.2011

Erst Barolos - dann zwei Süße...


Ein Nachtrag noch aus dem alten Jahr, ein kulinarischer Barolo - und Süßweinabend beim Genießer. Der ist ja ein Freund der Gewächse aus dem Piemont und öffnet sie immer nach 10 Jahren. Dieses mal mußten also drei Flaschen aus 2000 dran glauben.
Allen drei war gemeinsam diese appetitanregende "Nebbiolosäure" und natürlich kam was auf den Tisch. Der Genießer sorgte für mit Liebe zubereitete, sehr passende kulinarische Begleitung. Zunächst Gänserillette auf Pumpernickel und Datteln im Speckmantel, da hatte man schon mal den Dreiklang Süße,Würze und Schärfe. Zum Hauptgang dann "Ravioli di antira", Nudeln mit Entenbrust-Spinat-Füllung, dazu einen Feldsalat mit Rote Beete, Chicoree, Walnüssen und Orangenfilets  - herzhaft, nahrhaft mit Raffinesse.


Der "Nachtisch": Englischer Stilton, holländischer Ziegengouda und italienischer, mit Chili aromatisierter Gorgonzola. Dazu, sozusagen als Sättigungsbeilage, noch ein paar Hähnchenlebern und –herzen.

Das Flüssige dazu war süß und kam (leider) aus kleinen Flaschen:
Weiß, wie es geht: der Genießer


03.01.2011

Neujahrswein in Holland


Wie schon im letzten Jahr gab es am 1.1. in Egmond am Strand einen Neujahrswein. Um die Temperierung mußte ich mir keine Sorgen machen, es war um die Null Grad, gerade richtig für einen weißen Exoten aus niederländisch-ungarischer Coproduktion:
"Heer Hugo" Italico Riesling 2008 Nederwijn (12,2% / 6,90€)
"Wijn verkregen in Nederland uit in Balatonfüred geoogste druiven", also Trauben vom Plattensee, vinifiziert in einem kleinen Ort hinter Alkmaar ! Die Holländer sind halt weinverrückt, es drängt sie zu eigenem Anbau und eigener Produktion (näheres dazu hier und hier).
"Italico Riesling", auch Welschriesling genannt, ist im Weinbaugebiet Badascony die wichtigste Rebsorte. Der Wein ist in der Farbe nicht ganz klar, hat leichte Eintrübung. In Nase und Mund durchaus Frische, hat aber auch leichten Ton von vergorenem Apfelsaft und Bittermandel. Typisch oder vielleicht nur der Zustand der Flasche ? Wer weiß...


24.12.2010

Frohes Fest !


Der Einstieg in die weihnachtliche Hochphase war ein kleiner kulinarischer Barolo -und Süßweinabend am 23.12. beim Genießer (Details folgen hier). Morgen geht es dann an den "Heiligabendwein".
Allen Weinfreundinnen und Weinfreunden ein genußreiches Fest !


20.12.2010

4. Advent: Zwei Chardonnays und ein Roter von der (Traum)Insel

Südliche Weine im kalten Dezember:
Israel, Provence, Südafrika
  1. "us de Kap" 2009 Chardonnay, ein Südafrikaner vom "Ahr - Winzerkönig" Werner Näkel aus Dernau (13,%% / 9,90)
    Schönes goldgelb, sehr fruchtig - birnige Nase, im Mund dann Kraft und dezenter "Chardonnay - Schmelz", auch  frische Säure, kein Weichspüler - gut.
  2. Yarden Chardonnay 2007 Israel / Golan
    Geschmacklicher Antipode zum Näkel, ein Chardonnay im Barockstil. In Nase und Mund Wogen von Nüssen, Toffee, Vanille, Crema, butterweich, viel Fett. Es gibt ja viele, die zu solchen Vollschmeckern Distanz halten. Ich finde die herrlich, gerade wenn draußen Schnee liegt und Kerzen angezündet sind. Außerdem ist das zu cremig - sahnig angelegten Gerichten sehr schön, wie hier zum Seehechtfilet mit Pestokruste auf (Eier)Tagliatelle.
  3. Dann doch noch ein Roter: Domaine de l ´Ile Porquerolles 2007 (14% / ca. 12€)
    Sehr geradlinig, dicht, ohne Überkonzentration, viel Syrah - Würze. Hier bin ich voreingenommen, auf der kleinen Insel Porquerolles (nur 7,5 Km in der Länge) vor Hyères in der Provence war ich mal und bin ungern wieder aufs Schiff Richtung Festland gestiegen. Es gibt nur einen kleinen Ort, ansonsten ein paar Sandbuchten, im Süden Steilküste, in der Mitte Wald mit einem irren Sirren der Zikaden und natürlich einigen Rebflächen. Ganz im Westen ist das berühmte Mas de Langoustier, ein luxuriöses Hideaway. Neben der Doamine de l ´Ile gibt es nur noch ein weiteres Weingut, die Domaine La Courtade.




16.12.2010

3. Advent - 3 Weine


Bei den Roten war eine gewisse Gefälligkeit, leichte Trinkbarkeit gefragt, ich wollte mittrinkende Weinlaien an so einem schönen Tage nicht überanstrengen, sanfte Stimmung war gefragt...
  • Deshalb zunächst ein weich-süffiger Deutscher von der Nahe: Cabernet Mitos 2008 Paul Neumann / Nahe (13% / 9,70€). In der Nase starke Primärfrucht von der Obsttheke, dichte schwarze Johannisbeeere, ganz leichte Vanille, obwohl nicht als Barrique deklariert. Sehr saftig, im Mund, frisch, kullert runter wie Fruchtsaft, gerbstoffarm, zwar feinherb mit Restzucker, aber nicht zu auffällig, nicht zu süß. 
  • Dann ein Chilene: Errazuriz Cabernet Sauvignon / Chile (13,5% / ca. 9€). Ebenfalls sehr duftig, kleinbeerige Frucht, durchaus Ähnlichkeit mit dem Mitos, macht Lust auf den ersten Schluck. Im Mund dann auch hier viel Frische, nicht fett, mittlerer Körper, im Vergleich zum Deutschen mehr Säure, mehr Würze, mehr Druck im Mund, auch mehr Länge.

14.12.2010

Südafrika - Probe in Essen

Thilo Marquaß und Axel Biesler
Es gibt Weinhändler, die bieten ihre Flaschen an im Stil der Marktschreier, loben ihr Sortiment in den siebten Weinhimmel oder vergeben sogar eigene Punkte für Weine, für die gerade keine Parker-, Gabriel-  oder Spectator - Punkte zur Verfügung stehen.
Nicht so Thilo Marquaß von der Weinhandlung Rolf Kaspar in Essen, der sein Marketing mit einem gewissen Understatement betreibt. Sein Fazit nach einer Probe mit südafrikanischen Weinen aus seinem Sortiment leitete er jedenfalls mit den Worten ein: "Beim Wein muß man Europa nicht unbedingt verlassen." Bei der Vielfalt an Rebsorten, Regionen und Stilen in good old europe vollkommen richtig. (Es gibt natürlich auch Weinfreunde, die sagen würden, man müsse beim Wein Deutschland nicht verlassen, da würde ich widersprechen.) 
Dabei hatte das von Axel Biesler (büffeln und süffeln) geleitete Weinseminar Südafrika durchaus seine Höhepunkte. Und zwar gerade da, wo die Weine eben nicht Geschmackskopien waren, sondern eigenen Charakter zeigten.

  • Zum Beispiel Sauvignon Blanc 2008 gegen Chenin blanc 2008, beide von Allée Bleue im Franschhoek Valley. Der Sauvignon mit intensiv fruchtigen Primäraromen, Limette, Ananas, ein saftiger Schluck, wie ihn viele mögen. Dagegen der Chenin, im Mund weicher, cremiger, rauchiger (z.T. Ausbau im großen Barrique) - mehr Charakter !
  • Ähnlich gelagert der Flight Pinotage "Starlette" gegen Cabernet-Sauvignon, ebenfalls beide von Allée Bleue. Der Cabernet (12,50€) ein typischer moderner Vertreter: Reife Paprika, Cassis, Süße, im Mund nicht fett, hat Frische. Für mich besser der Pinotage (10€ / 15 % Alc. / Rebzüchtung aus Pinot Noir und Cinsault). In der Nase schöne intensive Zartbitterschoko, süße Frucht, abgeschmolzene Gerbstoffe. Erinnert insofern an einen Pinot oder auch an deutschen Spätburgunder, eher fetten Charakters, hatte aber auch diesen typischen rauchig-torfigen Südafrika - Ton. Mein Favorit des Abends.
  • Im letzten Flight dann die beiden Kracher, der 2007er De Grendel Shiraz (14,5 % Alc. / 16€), roch und schmeckte nach auf Holzkohle gegrilltem rotem Fleisch mit dick Pfeffer drauf, ein Powerwein, der in der Runde sehr gut ankam. Axel Biesler verglich ihn mit einem Chateauneuf du Pape, ich hatte nicht diese Assoziation. Die Südfranzosen sind trotz aller Potenz in der Regel duftiger, feiner, differenzierter. Dann der Spitzenwein von Allée Bleue: "L´ Amour Toujour" 2007 (23€ /14 % Alc.). Eine (wilde) Mischung aus Cabernet, Merlot, Grenache, Shiraz und Petit Verdot. Man spürte den Drang zur Hochwertigkeit, schien mir aber aromatisch noch noch nicht integriert/trinkfertig - ewige Liebe entwickelte sich bei dem kurzen Flirt im Glas noch nicht.
Zur Probe auch hier beim Genießer.




08.12.2010

Weine zum 2. Advent: Mosel und Douro


Erst der 5. Dezember und trotzdem schon der 2. Advent ! Es ist also noch viel Zeit, um dem Monat Dezember Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und beim Weingenuß in vorweihnachtlicher Stimmung die Schlagzahl etwas zu steigern. Zum 2. Advent gab es am Sonntag zwei Weine von zwei Flüssen, von der Mosel und vom Douro.
  • Heymann - Löwenstein Hatzenporter Kirchberg 2007 / Erste Lage /Mosel (12,5% / 21€)
    Weinfreunden was über Reinhard Löwenstein und seine Moselrieslinge zu erzählen ist überflüssig, beides sind mittlerweile Legenden, weit über das reine Winzertum hinaus. Löwenstein ist Streiter und in tiefer Erkenntnis der Materie geerdeter Fachmann des Weins mit philosophischem Tiefgang. Ansehenswert seine Homepage (hier), lesenswert sein Terroir - Buch (hier). Der Kirchberg zeigt Größe, wie nicht anders zu erwarten. Helles prallreifes Steinobst, Pfirsich, Aprikose, animierend voller Duft, im Mund dann cremiges, beinahe öliges Gefühl, schöne Süße, reichhaltig und dicht. Ist aber schon einen Moment weg von "nur Frucht", eine aromatische Ahnung der Reife, zarte Nußigkeit stellt sich ein...sehr gut.
  • Monte Fernao Douro 2008 / Bodegas Calheiros Cruz  (Tinta Roriz, Touriga Franca, Touriga Nacional 15% / 11,80€)
    Der Wein wird vom Mövenpick - Weinkeller zwar als besonders authentisch herausgestellt, ist aber in seiner ganzen Stilistik ein modern gemachter und auf unmittelbares Gefallen ausgerichteter Vollschmecker. Schon in der "offiziellen" Beschreibung ist vom "Charmeur aus dem Douro", von "gefälliger Fruchtsüße, Pflaumenpüree und Korinthenschokolade" die Rede. Ich kann das nur bestätigen. Der Wein entwickelt schon in der Nase eine fast unanständige Süße, ginge in jeder Blindprobe als Überseebombe durch. Setzt sich im Mund fort, da tun dann auch noch die 15% Alc. ihr Werk. Doch was soll ich sagen, geschmeckt hat das Pralinchen am 2. Advent schließlich doch. Draußen Eis und Schnee, da wärmt so was. Außerdem war es passend zu einer ganz mürb geschmorten Rindsroulade.


03.12.2010

Roter Klassiker: Rioja Reserva

Sehr schön mit seiner klassischen Aufmachung und Aromatik jetzt in der Adventszeit zu trinken ist dieser spanische Traditionalist aus der Rioja:

Solche Spanier waren mal meine Lieblingsweine, in den (Wein)anfangszeiten. Da hat sich natürlich inzwischen einiges relativiert, der Marques kommt aber immer noch gut. Sanfter Genuß ohne Hektik, der Wein verströmt in seiner beginnenden Reifephase Ruhe. Typische Nase aus Vanille und Orangenschale, auch im Mund gute Harmonie von feiner Süße, Fruchtsäure und würzigem Rauch.
Was passt dazu ? Pata Negra, der Schinken von den schwarzfüßigen Schweinen aus der wilden Bergwelt der Extremadura, die so gerne Eicheln fressen. Wie der Wein wird auch der einer mehrjährigen Reifung unterzogen, so mögens die Spanier - und das ist gut so.

26.11.2010

Genug gelegen, jetzt wird getrunken (5)


Aus dem staubigen Kellerfundus von liegengebliebenen Flaschen aus dem letzten Jahrtausend heute mal ein Wein aus dem Burgund:
Santenay 1er Cru "Gravieres" von Prosper Maufoux, einem Negociant eleveur (d.h. es werden Trauben oder Jungwein zugekauft und in den eigenen Kellern verarbeitet, gereift und unter eigenem Label vermarktet). Der Wein von der Cote D’Or Wein präsentiert sich in seinem 13. Lebensjahr in angenehmer  Abgeklärtheit. Schöne reife Nase, feuchter Waldboden, im Mund keine nervösen Frucht - und Gerbstoffspitzen, appetitliche Säure, herbstliche Herbheit.



24.11.2010

Student(inn)enwein - Test

von links nach rechts aufsteigend
Boskop, das Kulturbüro des Akafö an der Ruhr Universität Bochum, bietet zweimal im Jahr im Rahmen seines Kursprogrammms für Studentinnen und Studenten auch meinen Weinkurs an. Der letzte Abend (von Vieren) ist immer die große Abschlußprobe. Jede(r) bringt eine Flasche seiner Wahl mit, probiert wird verdeckt, bewertet wird nach dem akademischen 15-Punkte System. Diesmal überraschend: Keine Weine aus Übersee, vielleicht ein Reflex auf meine Warnungen vor (holz)chipgetunten Australiern und Kaliforniern. Alles "Good old Europe", darunter gleich viermal Bordeaux.

Testsieger: Die große rote Rose
Da vertraute man einem großen Namen und besorgte zweimal den Baron Philippe de Rothschild 2008, Massenwein aus dem Hause Mouton noch unterhalb des Mouton Cadet angesiedelt, ein einfacher Trunk, grüne bittere Paprika. Mehr Substanz der Aldi - Bordeaux Chateau du Ragon 2008 und richtig gut schließlich Chateau Trois Moulins 2007 , ein Cru Bourgeois aus dem Haut Medoc (7€).
In der unteren Hälfte plaziert waren Vina Angela der Bodegas Ignacio Marin (4,99€), ein einfachgestrickter Spanier aus dem Gebiet Carinena und ausgerechnet einer von meinen Weinen: Compleo Cuvée Noir 2008 (11,80€) der Staatskellerei Zürich, eigentlich ein angenehmer Schmeichler, versagte. Etwas Süße, easy drinking, hinterließ keinen nachhaltigen Eindruck.
Auch der Aldi Rioja konnte nicht recht durchstarten, Ramon Lopez Murillo Reserva 2005 der Bodegas Altanza (4,99€) hob in seinem Goldnetz nicht zum Höhenflug ab. Ein weiterer Rioja kam besser an: Conde de los Andes Gran Reserva 2001 (ca.13€) aus dem Traditionshaus Paternina, ein mürb gewordener, sich in oxydativer Reife  befindender Klassiker. 

Die Spitzengruppe:
  • Platz 3 war mein zweiter Wein, der aktuell bei Mövenpick sehr herausgestellte Monte Fernao 2008 vom Douro aus Portugal. Hier in der Reihe mit enormer Fruchtsüße ("Kokoskaramell") und viel vom Alkohol (15%) verstärkten Schmelz.
  • Auf Platz 2 nochmal Spanien, Don Mendo Gran Reserva 2003 Bodegas San Valero (Carinena), schöne Reife, aber auch noch Kraft und dicht mit Röstnoten, Tabak etc.
  • Von allen ziemlich einhellig auf Platz 1 gehoben dann ein Süditaliener: Santi Nobile Tarantino 2008 abgefüllt von der Tenute Piccini in Castellina in der Toskana. Duft nach Orangenschale und Sauerkirsche, modern gemacht, eine gut abgestimmte saftige Mischung aus Süße und Säure. Auch hier, ähnlich wie beim Portugiesen dient der Alkohol (14,5%) als wärmender Geschmacksvertsärker. Die Flasche mit der dicken roten Rose auf dem Etikett gibts für 4,99€ - bei Aldi-Nord.



21.11.2010

Kleiner Languedoc - Roter, der schmeckt

Meine Weine, meine Regionen aus dem Süden wollten mir in letzter Zeit nicht recht schmecken. Einer vom Mont Ventoux schien mir ein grünholzig - säurelastiger Trunk zu sein, Frustrationen, die ich hier gar nicht posten möchte. Stattdessen machten mich in den letzten Tagen Weine wie die 2009er Bopparder Hamm Riesling Spätlese von Weingart vom urdeutschen Burgenrhein zwischen Koblenz und Bingen an. Die Proben "Große Weine der Welt" in der Weinzeche und im Mövenpick Weinkeller konnten mich leider auch nicht vinophil beflügeln, ich hatte keine Zeit zur Teilnahme.
Ausgerechnet ein "kleiner" aus dem Süden weckte aber wieder die Weingeister, brachte Besserung:
Chateau Bas d´Aumelas 2007 (Syrah, Grenache, Carignan / 13%) Hat genau diese schöne Mischung aus frischer Frucht und würzig-erdiger Kraft, die für gute Vertreter dieser Region so typisch ist.

(8,50€ z.Bsp. hier) 

14.11.2010

Riesling vom Mittelrhein


Landschaftlich ist der Rhein zwischen Koblenz und Bingen großes Kino, der Weinbau dort ist aber seit Jahren rückläufig. Heute ist der Mittelrhein mit nur noch 460 ha das zweitkleinste deutsche Anbaugebiet, außerdem hat das Image in der Vergangenheit gelitten - es wurden zuviele Softdrinks auf Traubenbasis für Kegelklubreisende produziert (hier).
Doch ähnlich wie an der Ahr gibt es ein Comeback des Qualitätsweinbaus, Winzer übersetzen die renommierten Lagen wieder in herrliche Weine. Dazu gehört Florian Weingart aus Spay, laut Jens Burmeister (Mittelrhein-Weinführer.de) "der führende Betrieb in der Region, der inzwischen zur Spitze der deutschen Riesling-Erzeuger gezählt werden darf".
  • Weingart Bopparder Hamm Ohlenberg 2009 Riesling Spätlese. Der Wein stammt aus einem zweiten Handlesevorgang am 19. Oktober, der Ertrag lag bei minimalen 50 hl/ha. Nach Maischestandzeit, Sedimentation und spontaner Angärung erfolgte das letzte Viertel der Gärzeit unter Zugabe von Reinzuchthefen. Da die Gärtemperatur konstant zwischen 14 und 17°C gehalten wurde, dauerte der Vorgang acht Wochen.
    Und da steht er nun in kräftigem Golgelb im Glas und verströmt eine duftige Rieslingnase nach reifen Aprikosen. Späte Lese der gut ausgereiften 2009er Trauben führen auch im Mund zu einem saftigen und reichhaltigen Genuß mit schönem Süße-Säure-Spiel. Schon jetzt im Stadium jugendlicher Fruchtigkeit ein Genuß.