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03.12.2012

Adventswein 1: Der Spanier glitzert...



Der Countdown läuft, wie jedes Jahr versperren Berge aus Lebkuchenherzen und Marzipankartoffeln die Supermarktgänge. In den Städten stehen Bretterbuden, es dampft nach Glühwein und frittiertem Blumenkohl. Lichterketten spenden Glanz, tauchen den vorweihnachtlichen Wahnsinn in gnädiges Zwielicht. Der Weindeuter wartet aufs Christkind wieder mit dem ein oder anderen Adventswein, bevor dann am 24. die eigentlichen Weihnachtsweine in die Gläser kommen. Zum 1. Advent ging es gestern sehr einfach zu, ein Wein aus der Brot & Butter - Klasse kam aus dem Keller ins Licht. Der Grund für die Flasche war vor allem ihre weihnachtliche Aufmachung mit den goldenen Sternchen, die glitzerten richtig schön im Kerzenschein...

"Pagos de Isarpe" 2007 Bodegas Orvalaiz / Navarra / Agricultura egologica (14% / 4,99€) Große Genossenschaft mit Qualitätsanspruch, der Spitzenwein ist der Septentrion. Der "Pagos" ist ein Einsteigerwein, aus Merlot, Cabernet - Sauvignon, Tempranillo und stammt aus zertifizierter Bioproduktion. Nach ein paar Jahren im Keller präsentiert sich der Isarpe immer noch in lebendigem Rot, nur leichte Reifetönung, zum Rand hin orangefarben aufgehellt. Charakteristisch für den Pagos ist ein kleiner pikanter Stinker direkt nach dem Öffnen, der aber rasch verfliegt. Dahinter zeigt sich schöne Cassisfrucht, immer noch ein saftiger Schluck. Dabei kein süßer eindimensionale Schmeichler und Süßeverwöhner sondern ein kleiner Charakterspieler mit Biß.





14.05.2012

Rot-Grün: Kleiner Öko-Genosse aus Spanien



Eigentlich ein kleiner Wein, ein Genosse aus dem Navarra, den ich in den letzten Jahren gerne als Basisroten getrunken habe. Der wurde leider vom Mövenpick Weinkeller aus dem Programm gekickt, wie so viele andere aus der Kategorie gut + günstig.

"Pagos de Isarpe" 2006 Sociedad Cooperativa Agraria Orvalaiz / Navarra / Agricultura egologica (14% / 4,99€) Nach ein paar Jahren im Keller präsentiert sich der Isarpe immer noch in lebendigem Rot, nur leichte Reifetönung, zum Rand hin orangefarben aufgehellt. Schön kirschduftig, etwas nasse Erde, immer noch ein kleiner (Bio)stinker. Im Mund feine Fruchtsäure, kein Süßeverwöhner, appetitanregend, schönes Würzespiel, überhaupt nicht langweilig, zudem gute Länge. Ein kleiner Charakterspieler aus Cabernet und Tempranillo in bester Verfassung...

11.03.2012

Wein auf Zollverein

Eine Highlight - Verkostung bei Katie Jones : Finessenreiche, in handwerklicher Kleinproduktion erzeugte Weiße und Rote aus dem östlichen Languedoc. Mehr dazu hier (klick).

März, der Marathonmonat für Weinfreaks. Auf der Prowein wird verkostet als gäbe es kein Morgen. Der Markt ist riesig, unübersichtlich, es herrscht Überfluß, Suff total. Manchmal fragt man sich, wer das eigentlich alles trinken soll. Aber vielleicht sind solche Überlegungen auf einem Weinblog gar nicht angebracht. Also nimmt auch der Weindeuter das Probenglas zur Hand und läßt sich einschenken. Schon am Vorabend der Prowein auf der Hausmesse von Rolf Kaspar in der Zeche Zollverein in Essen gab es interessante Gewächse "satt".

Zum Einstieg was frisches: "Gemischter Satz Riesling Gewürztraminer"  von Kühling - Gillot. Die beiden Rebsorten wachsen einträchtig im Pettental am Roten Hang nebeneinander. Duftig, milde Säure, süffig...(13,95€)

Dann ein "Gegenschluck", der Silvaner Kabinett 2011 Weingut Roth im fränkischen Wiesenbronn: Würze, Erde, Kreide, Kraft im Mund (7,50€).

Mit Piratentuch auf dem Kopf schenkt Andreas Engelmann vom Schloßgut Ebringen / Baden aus, die haben einen leckeren  Sauvignon Blanc im Programm: Reife Stachelbeere, international, ein Gefallschluck, gut (11,50€).

Der Einstieg in die rote Phalanx dann Mallorca. Castell Miquel gehört dem Pharmaunternehmer Michael Popp ("Sinupret") Auf der Homepage werden besonderes die gesundheitsförderneden Wirkungen herausgestellt („Trinke Wein und du wirst gesund sein“). Aus der Reihe Stairway to Heaven kam der dichte Syrah und der offenere feinere Cabernet ins Glas (je 21,90€).


Am Tisch daneben stehen die Pompaelos. Unter diesem Label produzieren und vertreiben Björn Steinemann und einige Freunde Weine aus dem Navarra. Die Pompaelo Crianza 2007 aus Cabernet-Sauvignon, Tempranillo und Merlot für preisfreundliche 8,95€ ist kein Weichspüler, hat Würze.



Direkt daneben Norrel Robertson, Master of Wine mit Sitz in Spanien. Der ist Schotte und bekannt als “El Escocés Volante” (The Flying Scotsman). Er präsentiert seine Weine aus der D.O. Calatayud: El Puno (Garnacha) und Dos Dedos De Frente (Syrah,Viognier). Karge Böden, extreme Höhenlage alte Rebstöcke sind hier das Rezept. Beides keine Schmeichler, kernig-kleinbeerige Frucht, kühle Mineralik, nicht fett, viel Tiefe (19€ / 21€).


Zum Abschluß was aus der Heimat - und das ist alles andere als schlecht. Peter Kriechels Früh- und Spätburgunder von der Ahr setzen einen schönen Aromenakkord. Der Walporzheimer Kräuterberg 2009 (29,95€) ist ein in jeder Hinsicht großzügiges, warmduftiges, fruchtweiches und rauchiges Muster.

Zur Probe auch hier bei Genußbereit (klick)

10.01.2012

"Anti Schuhbeck" - Hüttengaudi: Hamburger mit Weinbegleitung


Es wurde sich ja viel empört über Schuhbecks "Hüttengaudi Burger" für Mc Donalds. Fastfood stehe im Widerspruch zu seinen sonstigen Bemühungen im Bereich gesunde Ernährung und Fine Dining. Man war enttäuscht, fühlte sich betrogen, bezichtigte ihn der Unehrlichkeit, erhob gar den Vorwurf des Heuchlertums. Da hätte nur noch ein flammendes Manifest à la Stéphane Hessel gefehlt...
Oh heiliger Idealismus, der da durchschlägt. Auch der Genußkapitalismus ist kein Ponyhof, auch und gerade die Fernsehköche sind Paradebeispiele fürs Abkochen und Publikummelken. Schuhbeck ist kein für die Volksgesundheit tätiger Ernährungsberater, sondern eine durchkaptalisierte breit aufgestellte Marke. Jetzt wurde ein neues Werbesegment besetzt. Wie vorher auch schon für Herta-Wurst.
Was die Burger angeht, sicher kann man die prinzipiell besser machen. Auch die Hüttengaudiburger waren matschiger Mist. Das hat ja schon Dollase (klick) festgestellt, als er mal einen Hamburger von Mc Donalds seziert und konkrete Vorschläge gemacht hat (weniger Brotanteil, mehr Kusperelemente, weniger Cremesoße). Mein Versuch dazu fand schon in der Vorweihnachtszeit statt, mit Weinbegleitung in drei Akten:
  1. Fischmäc mit geschmortem Fenchel, Zuccini und Ziegenkäse
    Dazu ein interessanter Grieche: Chardonnay Zafeirakis 2010 (12,5% / 12€) Helles Gold im Glas, in der Nase Nuß und frisches Weißbrot, reife Banane und Birnenlikör - allerdings alles nicht überbordend, sondern ziemlich fein. Auch im Mund zart und trocken, milder Schmelz und  Säure schaffen Spannung. Schöne Länge. Nicht zu kalt trinken, die Aromen kommen schön zwischen 12-14 Grad. Kleine Menge aus Bioproduktion, Bezug u.a. über Dirk Würtz (klick).
  2. Hawaiburger mit Hühnerbrustfilet und Gruyere
    Dazu kam ins Glas der Enira 2008 (75 % Merlot, 10 % Syrah und 15 % Cabernet Sauvignon, 14,5% / 10€) aus Bulgarien, vom bulgarischen Weinprojekt von Graf von Neipperg. Wurde als 2007er schon einmal hier (klick) beschrieben. Punktete wieder mit satter Frucht, plaumig, Reifesüße, der Wein "läuft", top.
  3. Hackburger mit Röstzwiebeln, mittelaltem Gouda, Pesto und Chiliöl
    Begleitet von einem gut abgehangenen Reverendo 2001. Der Cabernet aus dem spanischen Navarra stand immer noch gut da, pikant-mürbe Nase nach Trockenfrüchten.

Feine Überraschung aus Hellas:
Zafeirakis Chardonnay, kein dicker, alkohollastiger Klopfer,
sondern ein feindifferenziertes Gewächs



06.06.2011

Preiswert, öko, gut: Pagos de Isarpe


Nach der Kontroverse um den Bounty - Wein aus Australien hier mal ein kleiner Spanier für gut 6 €. Der wurde parallel zum Australier verkostet und war ein weit größerer Genuß.
  • "Pagos de Isarpe" 2007 Bodegas Orvalaiz / Navarra / Agricultura egologica (14% / 4,99€) Große Genossenschaft mit Qualitätsanspruch, der Spitzenwein ist der Septentrion. Der "Pagos" ist ein Einsteigerwein, aus Merlot, Cabernet - Sauvignon, Tempranillo und stammt aus zertifizierter Bioproduktion. Zu Beginn ein kleiner Stinker, der aber rasch verfliegt. Zeigt auch sonst Charakter. Sehr saftig, hat Biß und Tiefe, kernige Kirsche, Kraft. Kein süßer eindimensionale Schmeichler, kein störendes Pseudoholz, keine kitschige Vanille, für den Preis absolut top. Eignet sich gut als seriöser kleiner Hausroter.



24.06.2010

Pompaelo Weine...

...aus dem Navarra sind das Produkt einer deutsch-spanischen Zusammenarbeit und ein schönes Beispiel dafür, daß man weder Weinberge noch eine Kellerei sein Eigen nennen muß, um guten Wein zu machen. Björn Steinemann und der Weinmacher Alberto Flamarique kaufen selektionierte Trauben und nutzen die Einrichtungen einer befreundeten Bodega für ihre Pompaelo Weine. In der Weinhandlung Rolf Kaspar in Essen gab es Gelegenheit, diese im Rahmen einer kleinen Probe kennenzulernen.
  • Der Weiße Pompaelo 2009 (6,95€) ist der 1. Jahrgang, Chardonnay mit 30% Moscatel ergeben einen angenehm frischen Wein mit lebendiger Säure, gute Länge.
  • Der rote Pompaelo 2008 ist ein Blend aus Cabernet-Sauvignon, Tempranillo und Merlot, nur kurzer 4-monatiger Barriquekontakt (Semi-Crianza). Der Wein überrascht für den Preis (6,95€): Dunkelfruchtiger Vollschmecker, richtiger Stoff mit Zartbitterschoko. Sehr gut.
  • Die Pompaelo Crianza 2005 (Blend wie oben, 12 Monate Barrique, 8,95) erinnerte mich in der Nase etwas an scharfe Tomatensoße mit Curry, wie die Gute zur Dönninghaus Currywurst. Die 5 Jahre merkt man dem Wein nicht an, noch sehr kraftvoll, spicy.
Björn Steinemann nutzt seine Berufserfahrung im Weinmarketing auch, um weitere Weine unters Weinvolk zu bringen. Zwei davon, die es wirklich in sich haben, wurden auch noch aufgezogen, beide vinifiziert von Norrel Robertson, einem Master of Wine mit Sitz in Spanien. Der ist Schotte und bekannt als “El Escocés Volante” (The Flying Scotsman). Die EL PUÑO Weine stammen aus der D.O. Calatayud.
  • EL PUÑO Weiß 2009 (Viognier, 16€): Dicke Flasche, dicker Wein aus der Viognier Traube. Goldgelb, cremiger Mundfüller mit 14% Alkohol, nichts für Freunde harmloser Erfrischungsweinchen sondern für solche, die vor einem weißen Chateauneuf oder eben ähnlich gehaltvollen Viogniers von der nördlichen Rhone nicht zurückweichen.
  • EL PUÑO Rot 2007 (Garnacha 18,95€): 100-jährige Garnacharebstöcke aus Höhenlage ergeben einen wilden Wein mit 15%. Kein Schmeichler, kein weicher Vanille-Darling, kernig-kleinbeerige Frucht, Mineralik, nicht fett aber trotzdem mit viel Tiefe. Erinnert eher nicht an weichfruchtige Grenachebomben von der Südrhone, hat  die "kühle" Intensität eines Nordrhonesyrahs - sehr gut.
Die Etiketten der beiden sind übrigens auch klasse, Zitat bei Lovely Package:
“A brand new wine from Spain named EL PUÑO. Inspirated in the 1930s street graphics of political protest. (The winery was founded in the middle 30’s during Franco’s dictature, and their walls were hand painted with this kind of graphics).”
Weiteres zu den Weinen hier bei Genußbereit und bei Dirk Würtz (Video).
Björn Steinemann und die drei Pompaelos

06.09.2009

Probe in der Bodegas Rioja in Bochum

Der "Camino del Vino" in der Bodegas Rioja war anders !
Statt der erwarteten Weinprobe gab es ein dichtgepacktes Weinfest, bei einigen Regenschauern auch unter Schirmen und Zelten. So füllten die anwesenden Produzenten die Gläser auch keineswegs nur mit Probenportionen. Nach dem Motto "jede Probe = ein Euro" wurde herzhaft eingeschenkt, sodaß es immer locker für zwei reichte. Hier nur kurz aus der Fülle des Gebotenen einige der probierten Weine:
Florentino de Lecanda 98er Reserva und 95er Gran Reserva (klassische Riojas, der Gran Reseva sogar noch im Goldnetz, feinduftig, poliertes Holz, samtig-elegant) Florentino Casune 2003 (aus gleichem Hause, jedoch viel dichter mit mehr Kraft und Substanz. Schöne erste Reife, dunkelbeerig, sehr nachhaltiger Wein mit Charakter.) LogosII Crianza 05 (Garnacha/Tempranillo/Cabernet Cuvee aus dem Navarra, viel süßreife Frucht, würzig-weicher "Schokoschmelz" - gefälliger Leckerschmecker, der ankommt, viel Wein fürs Geld.) Valsacro Tinto 2004 (moderner Rioja, dicht, würzig, kraftvoll, wirkt stoffig-maskulin) Arvum 2005 (41€ - Rioja aus 100jährigen Rebstöcken, hatte den "touch of magic" großer Weine, ausdifferenzierte Trinkseide...) Dann schließlich, zwischen den ganzen Iberern zwei Franzosen vom "rechten Ufer", aus dem Libournaise: Chateau Penin Grande Selection 2004 und Chateau Penin Les Cailloux 2003 (merlotgeprägte, intensiv-duftige, fruchtweiche Bordeaux ohne störenden Gerbstoff - und Säureüberhang. Informative Internetpräsenz.)
Es kam also einiges zusammen, zum Glück sorgten Strätlingshof und Zum Neuling (mit Ibericoschwein auf Bohnengemüse) für eine gewohnt gute kulinarische Begleitung des lustigen Weintreibens.

Was Stimmung und Atmosphäre angeht, ist die "Bodega" ohnehin ungeschlagen: Schönes Licht fällt durch die historischen Sprossenfenser auf die präsentierten Flaschen, überwiegend natürlich Spanier. Neben den vielen neuen "modern" gemachten und an Frucht und Frische orientierten Gewächsen werden hier auch Liebhaber der spanischen Klassik fündig: Elegant - gereifte und feingewirkte Gran Reservas der berühmten Erzeuger wie Muga, Lan oder Marques de Murrieta. Schaut euch die Bilder an und ihr merkt, daß hier der Inhaber Andreas Krämer mit viel Liebe zum Detail über die Jahre (seit 1982) in den Mauern des alten Hofes in Bochum-Querenburg ein wirkliches "Autorenwerk" geschaffen hat.

Wein verbindet: Andreas Krämer mit Ullo Seifert

21.08.2009

Wieder Reverendo

Schon einmal im Februar schmeckte mir der Reverendo aus dem Navarra recht gut. Jetzt im Sommer wurde nachverkostet. Mahlzeitvogel brachte den (nicht mehr erhältlichen) Jg.2001 sowie den aktuellen Jg.2004 mit.

Zuerst der "Neue": Weiche "spanische" Vanillenase, kräftige reife Fruchtsüße, viel Stoff, sehr angenehm voller Barriquewein für kleines Geld (5,95€).
Dann der ältere: Natürlich etwas mehr Reife, feiner, elegante Würze (weniger Merlot, höherer Cabernet Anteil), sehr ausgewogen in Frucht und Gerbstoff - überhaupt nicht müde, sondern immer noch im Saft stehend. Erstaunlich für einen 8 Jahre alten Rotwein aus dem Einstiegssegment. Auch der im Februar verkostete ´98 war ja noch klasse.

Also: Kauft euch mal einen Reverendo Tinto Reserva, Genuß garantiert!

03.02.2009

Reverendo - "Hochwürden" aus dem Navarra



Wein ! Kein anderes für den menschlichen Verzehr gemachte Lebensmittel/Genußerzeugnis hat eine solche Spanne im Verkaufspreis. Eine 0,75 Flasche gibt es für 79 Cent, aber auch für über 10.000 Euro…

Aber wo fängt der wirkliche Genuß an ? Zur Zeit gibt es die sogenannte 5€ Debatte: Für diesen Betrag und darunter gibt es nur Wirkung aber keinen Genuss - so die These.

Gegenbeweise wurden schon einige geführt, natürlich auch von Weinhändlern, die ihre günstigen Flaschen in ein falsches Licht gerückt sahen.

Ein Beispiel für ein durchaus differenziertes Geschmacksbild hatte ich mit dem Reverendo Reserva 98 (ein „Bordeauxblend“ aus Spanien Cabernet- Sauvignon/ Merlot/Tempranillo im Glas. Keine aufgepumpte weiche Fruchtbombe, eher fein, mittlerer Körper mit einer seidigen, intensiven Nase nach Tabak und Zartbitterschokolade.

Natürlich lag das auch an seiner schönen Reife, der Reverendo (=Hochwürden) kommt aber immer erst als Reserva mit einigen Jahren Reifelagerung vom Weingut auf den Markt, der aktuelle Jahrgang ist der 2003er.

Insgesamt verblüffend für einen günstigen Einstiegswein, ein eleganter kleiner Spanier der viele Bordeaux bis 10€ "wegputzt".

(Reverendo Reserva 98 Navarra / Spanien 75 % Cabernet- Sauvignon, 15% Merlot, 10% Tempranillo / 5,95 € Mövenpick Weinland)