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27.09.2011

Bukowski: Ein Lob dem Müller - Thurgau

Hamburg 1978: Charles Bukowski  mit Müller - Thurgau

Schöner Artikel auf Merian online: Charles Bukowski war 1978 auf Lesereise durch die BRD, daraus entstand sein Buch Die Ochsentour. "Ich setzte mich hin, griff in den Sektkühler und machte eine Flasche von diesem guten deutschen Weißwein auf." Es war u.a. eine Flasche Müller - Thurgau. Welch gute Weine die geschmähte Rebsorte ("Gezüchtet, um verachtet zu werden, so würde wohl Bukowski den Weg der Rebe beschreiben") wird dann mit einigen Beispielen untermauert (klick).
Das Fazit: "Charles Bukowski und Müller-Thurgau, sie passten zusammen, beide unterschätzte Außenseiter mit Qualitäten, direkt und sicher in der Wirkung. Bukowski, der Vieltrinker, zeigte Geschmack, er erkannte den Wert des Müller-Thurgaus, als der noch geschmäht wurde, als beide auf der Ochsentour unterwegs waren."
Bukowski Einsatz für den deutschen Wein ist somit verbürgt. Er ist ja immerhin im schönen Andernach am Rhein geboren worden. Bekannt auch sein Statement:

„Verleg dich auf Wein, Al. Bier macht dick, und scharfe Sachen zerfressen den Magen und die Leber, und es ist schwer, dabei zu schreiben. Guter deutscher Weißwein ist schon für 3,50 zu haben. Zwei Flaschen, und du erlebst einen netten Abend und wachst am nächsten Morgen nicht mit einem Gefühl auf, als hättest du die ganze Nacht nasse Katzenscheiße geschluckt.“ (Charles Bukowski  „Schreie vom Balkon – Briefe“)

25.08.2010

Weinlesung auf dem Zeltfest Ruhr


Morgen abend gibt es auf dem Zeltfest Ruhr in Bochum wieder eine Weindeuter-Weinprobe, dazu ausgwählte Stücke vinophiler Dichtkunst, vorgetragen von der Weinleserin Ute Thie.
Beginn ab 20 Uhr, Ort ist die Piazza Bühne unter freiem und hoffentlich trockenem Himmel. Kostenlos, nur der Eintritt auf das Gelände (2€) muß entrichtet werden.

05.08.2010

Weinlesung

Ausgewählte Werke vinophiler Dichtkunst von Goethe bis Bukowski, dazu eine kleine kommentierte Weinprobe: Diese Mischung gab es schon im letzten Jahr auf dem Zeltfest Ruhr und vor einigen Woche auf dem Festival Bo - Total. Auch auf dem Zeltfest Ruhr 2010 (20.08. - 05.09.) gibt es Gelegenheit, den Weindeuter und die Weinleserin Ute Thie zu besuchen.

Auf der Piazzabühne am 26.08. und am 02.09., jeweils um 20 Uhr - kostenlos !


Weinleserin und Weindeuter bei Bo - Total

31.08.2009

Weinlesung beim Zeltfest Ruhr...






...mit Daniel Glade und Thomas "Weindeuter" Range am letzten Sonntag. Bitte dazu auch beim Geniesser reinschauen da gibt es auch eine aufzählung der verkosteten Weine. Hier noch einmal der Goethetext aus der Lesung:


Im Geist des Weines hatte Goethe zeitlebens Inspiration und Trost gesucht. Bis zu zwei Liter täglich konsumierte der Verfasser des „Faust“ und ist damit ein gutes Beispiel für die enge Verbindung, die Kultur und Alkohol seit Jahrtausenden eingehen. Goethes Hang zum Alkohol könnte folgende Ursache gehabt haben: Als er am 28. August 1749 in Frankfurt am Main zur Welt kam, hielt man ihn zunächst für tot. Erst nach einem Bad in Wein fing der Neugeborene an zu schreien. Auch im Verlauf seines weiteren Lebens scheint der Rebensaft Goethe nicht geschadet zu haben. Er wurde immerhin 82 Jahre alt. Vielleicht auch deshalb, weil er sich stets an die Maxime hielt: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“ Als der Dichterfürst nach längerem Leiden verschieden war, gingen wohlmeinende Zeitgenossen sofort daran, auch postum ein positives Bild zu schaffen. Goethes letzte Worte, so kolportierten sie, hätten „mehr Licht“ gelautet – ein Abschied ganz im Geist der Aufklärung. Tatsächlich plagten den Weimarer Hofrat nicht die Sichtverhältnisse in seiner Sterbekammer, sondern die Zusammensetzung des zuletzt genossenen Getränks: „Du hast mir doch keinen Zucker in den Wein getan, weil der mir schadet“, raunzte der Moribunde seinen Diener Friedrich Krause wenige Stunden vor seinem Ableben an.

Trunken müssen wir alle sein !
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;
Trinkt sich das alter wieder zur Jugend,
so ist das wundervolle Tugend.
Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
und Sorgenbrecher sind die Reben.