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12.07.2010

Bordeaux und Sushi


Dieser Kombination wurde eine Verkostung gewidmet ! Und die kalten Reis-Fisch-Gemüsehäppchen wurden nicht etwa zu weißem Wein aus dem Bordelais gereicht, nein, das line-up war komplett in rot gehalten, bis hin zum Sociando-Mallet 2004. Durchs Programm führte kein geringerer als Hendrik Thoma, alias "Obi-Wein Kenobi" aus Hamburg. Und alles auch noch im eigentlich bisher eher konservativ agierenden Mövenpick Weinkeller in Dortmund. Aber es passte natürlich zur schicken neuen Optik des Ladens, man will sich im Ruhrgebiet neu positionieren. 
Die gewagte Sushi Kombination machte (wieder mal) klar, daß man ausgetretene Geschmackspfade ruhig verlassen kann. Zwischen absoluten no-goes und den ewigen Standardkombinationen gibt es eine breite Grauzone für den experimentierfreudigen Speisen/Wein-Kombinierer.
  • Schon der solo getrunken etwas harte Chateau Reignac (21€) aus dem schwachen Jahr 2002 gewann mit dem Japanhäppchen an Geschmeidigkeit. 2004er Sociando-Mallet (43€) passte mit seiner kräftigen, jodig-salzigen, mineralischen und leicht pfeffrigen Note sehr gut. Auch der moderne frucht - und holzbetonte Clos Les Lunelles 2004 (34€), eine satte Parker/Rolland Bombe, ließ sich nicht schrecken und schmeckte besonders mit dem Maki-Sushi, hielt sogar der Anreicherung mit etwas Wasabi und Ingwer stand.
"Old - school Bordeaux" Sociando-Mallet trifft Sushi:
Ja darf das denn überhaupt ?







Nochmal Sushi-Bordeaux in HH mit Henssler Sushi (klick)


08.07.2010

Mövenpick Weinkeller in Dortmund: Alles neu


Früher hieß das Geschäft "Weinland Keiler": Ein Hochregallager, voll mit Wein. Entsprechend klasse waren die monatlichen Themenproben, für mich damals eine wichtige Station wachsender Weinleidenschaft. Keiler wurde von Mövenpick übernommen und das Stammhaus im Dortmunder Gewerbepark in Details, z.Bsp. durch den Einbau einer Verkostungstheke, aufgehübscht. Das Prinzip blieb aber gleich: Wie bei Ikea oder im Baumarkt nahm man sich die Flaschen oder Kartons aus dem Schwerlastindustrieregal.
Nichts davon ist übriggeblieben, die Halle ist komplett umgebaut. Keine Pappkartons mit Wein mehr, nur noch edle Holzkisten, Regale mit indirekter Beleuchtung, Designerlampen, zwei übergroße Plasma-Bildschirme, in der Mitte ein riesiges Podest (das sog. "Winehouse") mit Sitzbereich in Lounge-Optik obendrauf. Das ganze wurde heute eröffnet mit 100 offenen Weine, einer Käse-Wein Degustation und einer Bordeaux Primeur-Verkostung. Morgen folgen Themen-Degustationen mit Hendrik Thoma zwischen 16 und 20 Uhr. Auch am Samstag gibt es noch von 11 bis 18 Uhr Gelegenheit, im neuen Ambiente aus dem reichhaltigen Angebot zu verkosten.

Eröffnungsschluck mit Molitor-Riesling: Genießer, Weindeuter und Christof Schikora, Leiter Privatkundengeschäft Mövenpick (v.r.n.l.)

Käse-Wein Degustation im "neuen Mövenpick" mit Claudia Kaschinski von der Käserei Frank Rest