...in diesem Film: Ein Mitschnitt, den ich von der Lesung aus "Wein weit weg" am 2.12. in Herten gemacht habe.
Näheres zum Abend, auch zu den verkosteten Weinen, ist hier zu finden.
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09.12.2009
03.12.2009
Stuart Pigott auf Zeche Ewald
Stuart Pigott agiert anders. Neben seinem jährlich erscheinenden Band "Kleiner genialer Weinführer" und seinem Opus Magnum zum Deutschen Wein berichtet er im Stil der Reisereportage in nunmehr drei Büchern von seinen spannenden und manchmal abenteuerlichen Erkundungen zur Globalisierung der Weinwelt. Seine Spur zieht sich mittlerweile durch alle Kontinente, auch in für unsere Vorstellungen (noch) abseitige Anbaugebiete wie Indien und Thailand. Im aktuellen Band mit dem Titel "Wein weit weg" besucht er Winzer in Nord-Michigan, Georgien, Moldawien, Norwegen und China. Zum Glück versteht Pigott es auch, seine Texte mit viel Humor, Verve und einer gewissen Dramatik vorzutragen, wovon man sich bei seiner Lesung in der wunderschön hergerichteteten Maschinenhalle der Zeche Ewald in Herten (organisiert von der Weinhandlung Molitor) überzeugen konnte. Und es war nicht (nur) der Showauftritt eines spleenigen Engländers in buntkarierten Anzügen, sondern ein absolut kenntnisreicher Bericht, z.Bsp. über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bedingungen für den Weinbau.
Obwohl also schon der Vortrag nicht "trocken" daherkam, gab es passend zum Buch ausgewählte Weine. Zu Beginn zwei Rieslinge, beide so feinduftig mit angenehmen Frucht-Säure Spiel, wie Weine aus dieser Rebsorte idealerweise sein sollten. Jedoch der eine (Riesling O. 2008 von Olaf Schneider) kam von der Mosel von einem nur im Nebenerwerb als Winzer arbeitenden Elektriker mit Mini-Weinberg. Der andere ("Whole Cluster" Riesling 2008 vom Chateau Grand Traverse) war aus Nord-Michigan vom "Ayatollah des Rieslings" Sean O´Keefe.
Absolut expressiv ging dann der 4. Wein zur Sache: Saperavi 2008 vom Weingut "Nika" aus Georgien. Ein "wildes Tier aus dem Kaukasus" (Stuart Pigott), nach traditioneller georgischer Kellertechnik in Tonamphoren vergoren und gereift. Dichte Nase nach Plaumenkompott mit Zimt, Mund voll mit Frucht, Gerbstoff kommt als Nachbrenner - absolut faszinierend. Natürlich gab es auch dazu eine originelle Winzergeschichte: Nika Bakhia lebt eigentlich als Künstler in Berlin.
Das Video zur Veranstaltung ist hier.
30.11.2009
1. Advent...
...und ich trinke einen Gewürztraminer ! Gut gekühlt schmeckt der "Gewürztraminer" Kabinett 2008 der Winzergenossenschaft Vogtsburg-Achkarren vom Kaiserstuhl im viel zu warmen November wie ein Vorbote des kommenden Frühlings: Wunderbar blütenduftig, weinbeerig, pfirsichcremig, dabei auch druckvoll mit 13%. Weihnachten sollten wir noch genußvoll mitnehmen und Barolos, Amarones und Chateauneuf du Papes trinken, ansonsten vergesst den Winter und beamt euch direkt wieder in die hellere Zeit mit solcherart Wein.
Apropos Gewürztraminer: In welchem (Wein)buch ist das Gewürztraminersymposium im Weinort Tramin in Südtirol sozusagen Ausgangspunkt für Abenteuerexpeditionen zum Wein weltweit ? "Wilder Wein, Reise in die Zukunft des Weines". Und wer wird da in diesem Kapitel nicht durch den Wein, sondern als "Placido Domingo" durch den Kakao gezogen ? Der (Dauer)weltmeister der Sommeliers. Und wer ist Autor dieses Buches und macht zur Zeit eine Lesereise mit dem Fortsetzungsbuch "Wein weit weg" und kommt am 2. 12. zur Weinlesung auf die Zeche Ewald nach Herten ? Wieder richtig: Stuart Pigott.23.11.2009
Oh, Gott, Pigott kommt...
...auf seiner Lesereise für sein neues Buch "Wein weit weg" auch zu den Weinfans ins Ruhrgebiet: Am 2.12. auf die Zeche Ewald (veranstaltet von der Weinhandlung Molitor Recklinghausen) und am 4.12 nach Duisburg in Die Weinvilla. Es wird gelesen, aber natürlich auch probiert - sicher ein absolut lohnenswerter Spaß.
Wer sich schon mal auf die unkonventionelle Art (und den englischen Akzent) von Stuart Pigott (Motto "das Leben des Pigott ist bunt") einstellen möchte, sollte sich das kleine Video anschauen, ein Ausschnitt aus einer Protestversammlung gegen den geplanten Hochmoselübergang:
Wer sich schon mal auf die unkonventionelle Art (und den englischen Akzent) von Stuart Pigott (Motto "das Leben des Pigott ist bunt") einstellen möchte, sollte sich das kleine Video anschauen, ein Ausschnitt aus einer Protestversammlung gegen den geplanten Hochmoselübergang:
"Papi, was hast du im Kopf ?
Du willst einen riesigen Betonklotz mittig auf den Moselteppich hinkacken. Shame on you, Mr. Beck !"
Du willst einen riesigen Betonklotz mittig auf den Moselteppich hinkacken. Shame on you, Mr. Beck !"
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