21.09.2010

Von Winning 2 (Die Weine)



(Teil 1 "Deidesheim" hier)

Von Winning, der neue Name aus der Pfalz. Mit großem Ehrgeiz und Aufwand will man aus dem Stand heraus ganz nach oben, in die Spitzengruppe der deutschen Rieslinge. In der Machart sind alle Weine "state of the art", mit allen Merkmalen, die heute bei Weinfreaks ein wohliges Nicken auslösen. Es wird - ohne Zertifizierung - biologisch gearbeitet, die Moste werden nicht vorgeklärt, die Weine nicht geschönt, Spontanvergärung und teilweiser Ausbau im Neuholz inklusive. Es gibt eine Vielzahl von getrennt ausgebauten Einzellagen in und um Deidesheim. Dr. Deinhard / Von Winning ist groß, bewirtschaftet insgesamt knapp 40ha Rebfläche (davon 30 ha Riesling).
Eine Probe in Thomas Kierdorfs Vino Grande in Essen bot Gelegenheit, einen großen Teil der Winning - Weine zu probieren.
  • Riesling „WinWin“ trocken 2009 12,0% vol. 9,90
    Der Einstiegswein, beinhaltet Trauben aus GroßeGewächs -  Lagen, schon "sehr viele Riesling" drin, saubere Frucht, knackig, schmelzig. Reicht eigentlich schon...       
  • Riesling Deidesheimer Paradiesgarten trocken 2009 12,0% vol.13,50
    mehr Druck, gute Länge
  • Riesling Königsbacher Ölberg trocken 2009 12,0% vol. 15,00
    Würze, sehr dicht, Pfeffer
  • Riesling Ruppertsberger Reiterpfad trocken 2009 12,5% vol.15,00
    Kommt etwas leichter und offener daher, Limettenfrische
  • KALKOFEN GG Deidesheim 2009 13,0% vol.26,00
    Extraktreich und voll im Mund, Säure, Schmelz
  • LANGENMORGEN GG Deidesheim 2009 13,0% vol. 21,00
    Ein Brummer, ein  fruchtduftiger Rieslingsaft mit Tiefe. Musterexemplar für die Verbindung von frischer Säure und tiefem weichen Schmelz. Beeindruckend hier der für ein GG moderate Preis, der Wein geht bei Kierdorf für 21 € über die Theke.
  • Sauvignon Blanc 2009 12,0% vol. 17,50
    Auch nicht schlecht, sehr reintönig, fein, klar, zarte Limette. 

  • Chardonnay 2009 13,5% vol. 15,00
    Nach den intensiven Rieslingen mit ihren Säurewogen endlich Erholung für den gestressten Gaumen: Ein Chardonnay, der auf Samtfüßchen daherkommt. Weicher, cremiger Saft. Irgendwo zwischen Burgund und Kalifornien. Gerne getrunken...
  • Pinot Noir 2008 13,0% vol. 28,00
    Das zum Chardonnay gesagte, stimmt auch hier. Man merkt, das Weinmacher Stephan Attmann in diese Richtung eine Vorliebe hat und die "französischen Sorten" in Richtung Fülle, Wärme und Reichhaltigkeit ausbaut. Offenduftige,  rauchige Pinot - Nase, reife süße Frucht. Hat mir besser gefallen als der parallel probierte Kirschgarten 2007 von Knipser.

Kommentare:

  1. Sicher gute Weine, werde mir mal den ein oder anderen holen. Gibt es bei den Roten auch noch was preiswerteres ? Auf die Homepage kommt man nicht.

    AntwortenLöschen
  2. Außer dem Pinot wohl (noch) nicht. Kein einfacherer Spätburgunder. Die Homepage gibt es noch nicht, nur die Diashow, ansonsten wird auf Dr. Deinhard verwiesen. Bei dem ganzen Bohei um die Weine und dem damit angestrebten vinophilen Perfektionismus verstehe ich dies online Schluderei nicht...

    AntwortenLöschen