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30.04.2010

Der Mövenpick Weinkeller...

...kündigt für das nächste Wochenende eine große Degustation an. In allen Filialen deutschlandweit gibt es nach dem Gratis-Konzept vom 5. bis zum 8. Mai fünfzig Weine zu probieren, ohne thematische Eingrenzung. Geöffnet werden Flaschen querbeet aus dem aktuellen Sortiment.

14.03.2010

"Überseeprobe"

Weine aus "Übersee", das klingt so schön romantisch nach der Ferne ! Ich muß da immer an Hamburg und die Landungsbrücken denken, an Hans Albers und Seemannsbraut ist die See. Die aus europäischer Sicht so genannten Überseeweine sind ja tatsächlich alle auf ihre Art europäischen Ursprungs, die Weintraditionen in Kalifornien, Australien, Südafrika und Südamerika sind von den europäischen Besiedlern/Auswanderern/Eroberern begründet worden. Aus den genannten Ländern stammten auch die Weine, die in den Mövenpick Weinkellern probiert werden konnten, mit Schwerpunkt Kalifornien. Von Einstiegsgewächsen wie dem Avalon Cabernet 2006 (gab es schon bei der Weindeuter Veranstaltung auf dem Zeltfest Ruhr im letzten Jahr) bis hin zur 50€ - Klasse aus dem Napa Valley stand da einiges bereit. Keine detaillierte Auflistung, nur ein paar Impressionen, trotzdem mal ein wenig wine-name-droping, muß auch mal sein:
"Coro Mendocino" 2005 von Fetzer (Zinfandel,Syrah,Petite Sirah - Sonderpreis 20€ statt 26€) , Fruchtwürze, Kraft und Weichheit in Balance. "A Pic" Bunnell Family Cellar 2007 (27€) aus Washington State ("Rhone-Mischung" aus Syrah, Cinsault, Mourvedre, Grenache) Es überwog dessertartige Fülle, die (Gerbstoff)bässe fehlten (Zitat vom Geniesser). Dann der Hunnicutt Zinfandel 2006 (nur 26,50€) aus dem Napa Valley, Superwein mit robust-intensivem Auftritt, wirkte auf mich dabei anregend frisch, süffig ohne aufdringliche Süße mit "bescheidenen" 15,5% ! Anders, aber auch klasse der 2007er Dutch Bill Creek Pinot Noir aus dem Russian River Valley. Nicht so laut, fein, viele kleine reife Erbeeren...
Die Garde der 50€ Cabernets stand hinter einer Theke, die wurden serviert. Und da war eigentlich nichts Enttäuschendes dabei. Probiert habe ich den 2006er Napanook/Dominus Estate, Zweitwein vom großen Dominus von Moueix, den 2006er DR II Stephens Estate,  den 2005er Round Pond Estate, den 2007er "Juliet" Beau Vigne Vineyard, den 2005er Col Solare aus Washington State und und den
2006er Cabernet von Caymus - mein Favorit in der Reihe. Alles Weine zwischen 44,50€ und 56€, alles ausdifferenzierte Aromenkonzentrate auf hohem Niveau, keine botox- und silikonverstärkten „Spitzen-Cabernets". Warum schmecken die so gut ? Dazu unten für alle, die es genauer wissen wollen, ein längeres Zitat von einem Fachmann zum Thema, von Martin Kössler.


1  "á pic": Chateauneufkopie aus Washington State, leider ohne Bass
2  Hunnicutt Zinfandel: Erfrischungsgetränk mit 15,5%, only 250 cases produced
3  serve youself...
4  Geniesser, Weindeuter und Uwe "Ch9dP" Bende
5  Die 50€ Klasse wurde eingeschenkt

"So wie der Australier und der Spanier den deutlichen Einfluss neuen Holzes mag, so wie der deutsche Weintrinker wie kein anderer auf der Welt Säure im Wein schätzt, so mag der Amerikaner weiche und harmonische Fülle. Diese erzielt man durch besonders sorgfältige Verarbeitung des Lesegutes und eine entsprechend schonende Vinifikation. Man erzielt sie aber auch im Weinberg, wo die Trauben sehr viel länger an den Rebstöcken hängen können, als bei uns, mit deutlich gleichmäßigerer Temperaturverteilung über die Wachstumsperiode. Beides zusammen ergibt jene sanften, geschmeidigen Gerbstoffe, die die guten Weine Amerikas so charakteristisch auszeichnen. Wir Europäer reagieren darauf gerne ablehend, weil uns die Weine fast schon zu schön vorkommen und unterstellen deshalb den oft schon in der Jugend unverschämt leckeren und "schönen" Weinen wüste Manipulationen. Dabei handelt es sich um pure Natur. So stehen z.Bsp. die Farbstoffe (Anthocyane) in kalifornischen Cabernets in geradzu idealem Verhältnis zu den Tanninen (Polyphenole). Der wohl wesentlichste Unterschied zwischen den Rotweinen der neuen und der alten Welt zeigt sich deshalb in der Dauer der Maischegärung: Während man in Bordeaux meist weit über die alkoholische Gärung hinaus zu extrahieren versucht, trennt man in Amerika während der Fermentation den Wein von der Maische, um die Tannine nicht zu dominat werden zu lassen. Das führt in Verbindung mit gezielt oxydativer Weinbereitung in neuem Holz mit langer Hefelagerzeit dazu, daß heute die Spitzenweine Kaliforniens deutlich besser integrierte Gerbstoffe aufweisen, mit merklich mehr Frucht trotz höherer Extraktwerte, als die meisten europäischen Barriqueweine, geschweige denn Bordeaux."
Martin Kössler  K&U

27.02.2010

Weinstreit

A: Na wie waret denn in der Weinzeche auf bei der Übersee-Probe ? Lecker Wein verkostet ?
B: Lecker ist das Stichwort. Da waren 94 Weine offen, es lag ne richtige Duftglocke im Raum. Und dann im Glas erst, Zinfandel, Shiraz, bei den Weißen die Viogniers, da geht natürlich die Post ab. Und du ? Bist ja lieber ins Mövenpick gefahren und hast den Abend mit duft-und geschmacksarmen Bordeaux verbracht.
A: Also Moment mal bitte, fang nicht so an. Du bist eben ein unverbesserlicher Frucht- und Körpertrinker. Das flauschig-weiche Kuschelhäschen von  Stuart Pigott, harmloses für die Müller-Milch Generation !
B: Huch, gleich so böse. Also "Übersee" ist ja wohl nicht gleich easy-drinking. Bei der Probe waren herrliche Malbecs aus Argentinien dabei oder auch Australier wie der Einsteiger von D´Arenberg "Stump Jump" für unter 10 €. Alle lebendig und frisch. Und was Pigott angeht, gerade der lobt doch die Neue Weinwelt und hat in einem seiner Bücher mal nen ätzenden Veriss mit dem Titel "Warum man keinen Bordeaux trinken muss" geschrieben.
A: Bordeaux ist und bleibt der Klassiker, an dem sich gerade Übersee, Chile, Südafrika und auch das neue Weinchina orientieren. Warum organisieren die denn immer wieder Vergleichsproben mit ihren Sachen, stellen ihre Cabernets und Merlots blind neben die Crus aus Medoc und Pommerol ? Imagetransfer nennt man das.
B: Sicher, Bordeaux ist eben ne Megamarke, so wie Coca-Cola oder McDonald. Ist halt Big-Business.
A: Du nervst ! Die Weine schmecken auch ! Haben Feinheit, Eleganz, Finesse, auch in der Preisklasse bis 25€ geht da schon die Sonne auf...
B: Hat man ja auch in letzter Zeit viel für getan, ich sag nur "neue önologische Verfahren", gerade im sogenannten Bordelaise.
A: Natürlich, um auch in schlechten Jahrgängen trinkbare Weine zu machen. Was dagegen ?
B: Nein, aber in dem Punkt kopieren die Franzosen eher die Flying-Winmaker-Methoden der Neuen Welt. Ist in Ordnung, man soll dem Ganzen nur nicht immer so eine Aura des guten alten Weineuropa geben. Die Reben für den "RunRig" von Torbreck aus dem Barossa Valley zum Beispiel sind 120-160 Jahre alt. Das ist Tradition von Natur aus. Ohne Chateaux und Adelsgedöns. Und bereitet werden die Weine in absoluter Handarbeit. Hatte ich im Glas, frag mich mal wie der geschmeckt hat.
A: Das gibts natürlich, mußt aber auch dazusagen, das der "RunRig" mal eben 189€ kostet.
B: Und die 2007er Mouton & Co. über 300€. Geradezu ein Schnäppchen, die 2006er gabs ja erst fürs doppelte. Außerdem ist schon Torbrecks "Juveniles"  für 20€ raffinierter Genuss. Und erst die Pinots aus Neuseeland ! Probier mal den "Te Muna Road" Pinot Noir von Craggy Range. Pure Zärtlichkeit im Glas...
A: Ähhh, sowas war in Dortmund auch offen. Dutch Bill Creek Pinot Noir für 25€ vom Russian River in Kalifornien. War nicht schlecht...
B: Na also, geht doch ! Die nächste Probe im Mövenpick ist auch Thema "Übersee". Übrigens unter dem Motto "Trends und Tradition".

Bordeauxprobe mit Russian River-Pinot

11.10.2009

Mövenpick Probe...

...wieder nach dem neuen Konzept - alle Flaschen waren pauschal gegen Abgabe eines Gutscheins und in Selbstbedienung zu probieren, gebeten wurde diesmal auf einer Hinweistafel um eine "professionelle Verkostung".
Es gab ein buntes Sammelsurium aus der globalisierten Weinwelt, vom Riesling von der Saar (herrlich duftig-cremiger 2008 Van Volxem Fuder 13 9,80€), über Pinot Noir aus dem Burgund (2007 Champ Pimont 1.Cru Dom.Jacques Prieur 34,50€, samtig-feine Hochwertigkeit), bis zum Übersee-Shiraz aus Australien (Old Adam 2006 von Bremerton 28€, eine prallgefüllte Weinpraline mit Brombeerfüllung für 28€).
Da treffen natürlich Weingeschmackswelten aufeinander, mehr als bei spezifischen Länderproben. Zumal noch eine durchweg hochwertige Bordeaux-Phalanx von 18 Flaschen aufgebaut war. Passend für das kommende Jahresendzeitfest fielen Weine mit goldiger Etikettengestaltung auf: Der 2007 Chateauneuf du Pape Grand Classique der Dom.de la Presidente (21,50€), natürlich kein ganz Großer, weich-süßlich, sehr wärmender Charakter. Harmonisch in Frucht, Würze, und Gerbstoff war der 2007 Merlot "Ronco dell´Angelo" (19,90€), ein eleganter Schweizer aus dem Tessin.
Wie dem Geniesser auch, fiel mir der 2007 Primitivo "Masseria Pietrosa" (8,50€) auf, ein Süditaliener mit Duftnoten von reifem weißen Pfirsich, die ganze überbordende Aromatik erinnert an einen kalifornischen Zinfandel, der ja rebsortentechnisch auf den Primitivo di Manduria zurückgeht. Modern gemacht, stimmig und lecker für Leute, die mal einen "Vollschmecker" im Einstiegssegment öffnen wollen.

29.09.2009

Auch die Oktober Probe im Mövenpick...

...wird umgestellt. Statt der angekündigten Probe Spanien/Portugal gibt es vom 7.-10.10. jetzt eine als kostenlos angkündigte Probe mit dem Titel "Herbst-Winter Collection". Über 60 Weine aus aller Welt aus dem aktuellen mailing können wieder gegen Abgabe eines "Gutscheins" verkostet werden.

12.09.2009

Probe im Mövenpick Weinkeller Dortmund




Ein neuer Trend ? Wie beim "Camino del Vino" letzte Woche in der Bodegas Rioja fiel auch die "Exclusivite Probe" im September im Mövenpick Weinkeller durch besondere Großzügigkeit auf: Will man die Kunden durch kräftigen Konsum in einen Kaufrausch versetzen ?

4 Tage lang konnten gegen einen "40€ - Gutschein", der aber für praktisch jeden verfügbar war, über 60 Weine frei probiert werden. Nichts erinnerte mehr an die im "Weinland" früher oft mit einer gewissen Strenge verbundene Weinzuteilung ("last order"-Grübner um 10 vor 8). Stattdessen entstand durch die Möglichkeit zur Selbstbedienung ein lockeres Verkostungsgelage, bei der eine vernünftige Probendosierung in den Gläsern manchmal etwas vernachlässigt würde. Zum Teil verständlich, standen doch einige wirkliche "Trefferweine" auf den Tischen.

Hier nur eine kurze, subjektiv auf einige Rote beschränkte Aufzählung: Finca la Planeta 2005 aus dem Priorat, dicht, dunkel, doppelt-konzentriert, wuchtige Weinessenz (25,80€). Pesquera Reserva 2005 aus dem Ribera del Duero, röstig-würzig, (noch) sehr oak-lastig (29,50€). Alenza Gran Reserva 2001 aus dem gleichen Hause, neben Wucht und Kraft auch schon viel seidige Feinheit (55,90). Chateau Beaucastel Chateauneuf du Pape 2005, eine süßbeerige, weiche Weinwooge (46€). Vosne Romanée "Quartier de Nuits" 2006 Dom.J.C.Boissset aus dem Burgund, konnte sich hier im Konzert der lauten Kracher sehr gut behaupten, etwas Erholung für den Gaumen mit herrlich hellfruchtiger Pinotnase (41,90€). "R" 2006 Bodegas Renacer, ein Premium Argentinier, nur 4600 Flaschen, 100% Malbec, superkonzentriert, Wein am Anschlag, will unbedingt beindrucken (49€). Don Maximinano Reserve 2006 von Errazuriz, sehr duftig nach schwarzen Jonhannisbeeren, angenehm süß-bitter-schokoladiger Chilene 36€). "The Prisoner" 2007 Orin Swift Cellars, Napa Valley. Ich fand ihn klasse. Eine spannende vom Zinfandel dominierte Fruchtgranate, durch Cabernet und Syrah auch viel Würze und Kraft. Dabei sehr ausgewogen und balanciert, trotz 15,2%(32,90€). 

Noch eine Empfehlung aus der Einstiegsklasse: Chateau Bas d ´Aumelas. Für 6,90€ ein fruchtwürziger, pflaumenduftiger, sehr trinkbarer Roter aus dem Languedoc. Webseite mit schöner Musik !

Fazit also: Die neue Probenkultur bei Mövenpick kommt an, beim Konsumenten allemal - mal sehen, ob es sich auch für die Verkäufer rechnet...

Schaut dazu auch hier beim Geniesser mal rein.

27.08.2009

Mouton Rothschild ´89 für 20€...


...statt für 300€ gibt es im Mövenpick Weinland zu kaufen - doch haaalt !
Bei mehr als 20 Bestellungen (ha,ha) werden die vorhanden 20 Flaschen unter den interessierten Kunden verlost. Und das Ganze geht bis zum 30.September.
Es ist natürlich ein Werbegag, der die Mitarbeiter aber die nächsten Tage ziemlich auf Trab halten dürfte. Ich war heute in der Dortmunder Filiale, da ging dauernd das Telefon mit Kaufwilligen, die das Kleingedruckte nicht richtig gelesen hatten.

Die Aktion ist Teil eines Relaunch des Weinlandes, mit 14 bundesweiten Filialen einer der Großen im Weinfachhandel. Das traditionell gute und unfangreiche Sortiment soll offenbar attraktiver an die Kundschaft gebracht werden. Die für September angekündigte Österreichprobe wird zugunsten einer "Exclusivite"-Probe gestrichen. Da gibt es dann jede Menge Exklusives und auch viel Reduziertes aus aller Welt, kostenlos dank 40€ Probengutschein pro Kunde. Außerdem ist die Dauerdegustation, zumindest in Dortmund, recht attraktiv geworden. Alle aktuell durch mailing hervorgehobenen Weine sind schön präsentiert und können jederzeit direkt probiert werden.
Schön, daß eines meiner "Stammhäuser" (früher noch Weinland Keiler) so durchstartet. Doch die Proben im Dortmunder Indupark hatten schon immer ihren Reiz, allein das Ambiente - ein Hochregallager wie im Baumarkt, darin ganz unprätentiös die dicken Grand Crus wie der Dornfelder bei Aldi, die Proben, wo es um 10 vor 8 immer hieß "last order bitte" oder der Zinfandel, der danach nebenan beim Burger King aus Plastikbechern zum Doppelwhopper getrunken wurde...

21.08.2009

Wieder Reverendo

Schon einmal im Februar schmeckte mir der Reverendo aus dem Navarra recht gut. Jetzt im Sommer wurde nachverkostet. Mahlzeitvogel brachte den (nicht mehr erhältlichen) Jg.2001 sowie den aktuellen Jg.2004 mit.

Zuerst der "Neue": Weiche "spanische" Vanillenase, kräftige reife Fruchtsüße, viel Stoff, sehr angenehm voller Barriquewein für kleines Geld (5,95€).
Dann der ältere: Natürlich etwas mehr Reife, feiner, elegante Würze (weniger Merlot, höherer Cabernet Anteil), sehr ausgewogen in Frucht und Gerbstoff - überhaupt nicht müde, sondern immer noch im Saft stehend. Erstaunlich für einen 8 Jahre alten Rotwein aus dem Einstiegssegment. Auch der im Februar verkostete ´98 war ja noch klasse.

Also: Kauft euch mal einen Reverendo Tinto Reserva, Genuß garantiert!

14.08.2009

Schardonäi-Schnäppchen...


...vom Mövenpick Weinland. O.k. der hat auch regulär schon nur 4,90 gekostet, jetzt 2,90. Und er kommt auch noch aus kalifornischer (Massen)produktion.

Aber schaut euch mal das goldgelb gefüllte Glas an, sieht doch lecker aus, oder ?
Ein gereifter Chardonnay aus dem Jahr 2005.

Was pur an die Aromatik einer geöffneten Ananaskonservendose erinnerte, war zum asiatisch (mit süß-scharf Soße) marinierten und mit etwas Honig glasierten Lachsfilet auf Champignonrisotto ganz lecker, die etwas süppelig-süße Art passte.
Der Abend ist, zumindest vinologisch, gerettet - zudem preiswert.

11.08.2009

Grill- und Sommerweinprobe...

...im Mövenpick Weinland:
Probieren ohne Hektik mit durchweg positiven Ergebnissen - bitte hier beim Geniesser reinschauen...

06.07.2009

Aus dem Postfach:

"Liebe Weinfreunde,

am kommenden Freitag und Samstag findet unsere alljährliche Sekt- und Champagnerprobe ausnahmsweise völlig kostenlos für Sie statt. Neben einer Auswahl von Schaumweinen in einem tollen Preis-Genuß-Verhältnis stellen wir Ihnen unsere aktuellen Angebote vor, die bis zu 50% gegenüber unserem normalen Preis reduziert sind.

Ich freue mich auf Ihr zahlreiches Erscheinen und wünsche Ihnen eine sonnige Woche!

Freundliche Grüße, Matthias Kaebel"


Hört sich doch gut an. Unter den Schaumweinen ist z.Bsp. der weiß gekelterte Pinot Nero von Bruno Giacosa aus dem Piemont dabei, bei den Weinen der Quartz Chateauneuf Jg. 04/05 von Le Clos de Caillou !

Wann: 10. und 11. Juli

15.02.2009

Die große Italien Probe...




...im Mövenpick Weinland bot die Gelegenheit, Italiener zwischen Südtirol und Sizilien in dichter Abfolge zu probieren. Nach vielen Franzosen und Iberern machte es Spaß, sich mal wieder geballt den Weinaromen des Stiefels zu widmen. Zwei Klassiker spielen immer noch die Hauptrolle: Toskana und Piemont !
 
Der Brunello, der "schöne Dunkle" aus Montalcino südwestlich von Florenz, war der erste mit hohem Aufwand und Anspruch gemachte Wein aus der Sangiovese Traube, zu einer Zeit, als der Chianti nur der einfache Massentrunk aus der Bastflasche war. Brunello di Montalcino war auch bei deutschen Weinfreaks sehr in Mode, noch vor den Weinen aus dem Languedoc und Nordspanien.
Der Il Poggione 2003 überzeugt spontan: Dunkle Früchte , Tabak und Zartbitterschoko, im Mund der volle Körper mit kräftigen aber sehr "offenen" Gerbstoffen verführen den Freund kräftiger Aromen.

Ein ganz anderes Lied singen Barolo und Barbaresco aus dem Piemont: Feinheit, Finesse, Transparenz - die  norditalienischen Edelmänner aus der Nebbiolo - Traube erstrahlen in herbstlicher Strenge.
Der Barbaresco Riserva "Santo Stefana di Neive" 1998 von Bruno Giacosa war für seine gut 10 Jahre schon ziemlich reif, schien schon sehr entwickelt: Deutlich helles Orange am Rand, offene reife Pflaumennase, wirkte leicht, seidig, feinwürzig, natürlich kein dicker "Mundfüller" wie der Brunello, eher eine Gesamtaromtik für Burgundertrinker. Der für einen "Großen" relativ knappe Abgang und der am Limit liegende Reifezustand ließen natürlich angesichts des Verkaufspreises von 121€ einige Fragen offen.

(Il Poggione 2003 Brunelli di Montalcino  Tenuta il Poggione 28,90 €)
(Santo Stefano di Neive 1998 Barbaresco Riserva  Bruno Giacosa 121 €)

 

10.02.2009

(Wein)party - 5 Rote !


Eine größere Zusammenkunft am Wochenende bot die Möglichkeit, mal einige Flaschen nebeneinander zu probieren, eher Party als aufwändige Weinprobe – nicht nur Weinfreaks konnten so einbezogen werden, was für eine Beurteilung ja auch von Vorteil sein kann…
  • SABOR REAL 2006 war der Einstieg, intensive sehr fruchtbetonte Nase, Würze und Kraft im Mund, durchaus kein weicher Schmeichler, trotzdem sehr „trinkig“, durch die zugängliche Frucht angenehm gebremste Gerbstoffe. Ein Discountwein von Plus, „geadelt“ durch 90 Parkerpunkte, durchaus mit Charakter.
  • Auch der zweite war ein Spanier, BALTHASAR GRACIAN 2006, ein Garnacha aus alten Reben (vinas viejas). Feinere, zartere Nase, wirkte insgesamt weniger breit, aber nicht weniger intensiv. Im Gegenteil: Kleine reife rote Beeren im Duft, der Mund mineralischer und kühler, alles irgendwie fokussierter, wie auf das Wesentliche scharfgestellt.
  • Dann kam REGAIN 2006 vom Mont Ventoux, schon unten ausführlich vorgestellt. Im Vergleich zum Balthasar wärmer schon in der Nase, im Mund dann baut sich der Aromen-und Alkoholberg auf, viel Körper, Druck und Dichte – eine (Alkohol)bombe. Das Dickschiff am Tisch mit viel Präsenz. 
  • Nr. 4 dann wieder einer von der ibereischen Halbinsel, jedoch ein Portugiese: PORTA DE CALADA 2003. Auch hier 15% Alkohol, jedoch ganz anders präsentiert. Seidige Noten in der Nase, Schoko, Erdbeer, im Mund nicht dick, eher tänzelnd mit angenehmem Süß-Säure-Spiel. Auch warm und voll, dabei elegenter als Vindemio. Die leichte Reife des 2003ers ist hier positiv.
  • Schließlich VINA CLAUDA 2002, ein Spanier eines bekannten spanischen (Kult)winzers. Zusammengefasst: Gegen die „Claudia“ waren alle 4 davor, trotz aller Unterschiede, rustikale Bauernburschen. Sehr seidiger, balsamischer Duft, eine weiche süße reife Spur ziehend, Schokokirsche, cremig, vanillig, dabei aber nicht aufdringlich sondern elegant und fein. Viel reife, klassische spanische Tempranillo–Aromatik, viel Wein für den Flaschenpreis von 9,95.
Fazit: Alle Weine hatten eigenen Charakter, waren durch ihre unkomplizierte Zugänglichkeit (wein)partytauglich, boten aber auch dem Weinfreak genug differenzierten Genuß und Gesprächsstoff.

Sabor Real 2006 Bodegas Campina / Toro-Spanien / Plus Discount 5,99€
Baltasar Gracian 2006 Bodegas San Alejandro / Calatyud-Spanien / C+D Weinhandel 7,50€Regain 2006 Domaine Vindemio / Mont Ventoux-Frankreich Mövenpick Weinland 5,90e statt 8,50€Porta de Calada 2003 Herdade da Calada / Alentejo-Portugal / Feinkostladen in NL 9,80€Vina Claudia 2002 Dehesa La Granja / Zamora-Spanien Mövenpick Weinland 9,95€

03.02.2009

Reverendo - "Hochwürden" aus dem Navarra



Wein ! Kein anderes für den menschlichen Verzehr gemachte Lebensmittel/Genußerzeugnis hat eine solche Spanne im Verkaufspreis. Eine 0,75 Flasche gibt es für 79 Cent, aber auch für über 10.000 Euro…

Aber wo fängt der wirkliche Genuß an ? Zur Zeit gibt es die sogenannte 5€ Debatte: Für diesen Betrag und darunter gibt es nur Wirkung aber keinen Genuss - so die These.

Gegenbeweise wurden schon einige geführt, natürlich auch von Weinhändlern, die ihre günstigen Flaschen in ein falsches Licht gerückt sahen.

Ein Beispiel für ein durchaus differenziertes Geschmacksbild hatte ich mit dem Reverendo Reserva 98 (ein „Bordeauxblend“ aus Spanien Cabernet- Sauvignon/ Merlot/Tempranillo im Glas. Keine aufgepumpte weiche Fruchtbombe, eher fein, mittlerer Körper mit einer seidigen, intensiven Nase nach Tabak und Zartbitterschokolade.

Natürlich lag das auch an seiner schönen Reife, der Reverendo (=Hochwürden) kommt aber immer erst als Reserva mit einigen Jahren Reifelagerung vom Weingut auf den Markt, der aktuelle Jahrgang ist der 2003er.

Insgesamt verblüffend für einen günstigen Einstiegswein, ein eleganter kleiner Spanier der viele Bordeaux bis 10€ "wegputzt".

(Reverendo Reserva 98 Navarra / Spanien 75 % Cabernet- Sauvignon, 15% Merlot, 10% Tempranillo / 5,95 € Mövenpick Weinland)