28.03.2014

Weinrallye 72: Weine, die man nicht so einfach kaufen kann...


Wird ausgerichtet vom Priorat - Hammer. Sein Blog ist hier (klick).


"Weine, die man nich kaufen kann? Quatsch, datt gibtet doch ga nich, im Kapitalismus kannsse alles kaufen, da iss alles nur ne Handelsware." Das sagt mein Freund Bernd, und Bernd muß das wissen, denn er arbeitet bei der IG Metall.
Und er hat ja recht, vom 1,49€ Dornfelder im Supermarkt bis zum 45er Mouton Rothschild ist alles zu kaufen, es ist immer nur eine Frage des Preises. "Aber an manche Flaschen kommste nicht so leicht ran," wende ich ein, "da mußte dich schon strecken, um die ins Glas zu kriegen. Einfach abgreifen geht da nicht."
Und genau dazu fällt mir eine Geschichte ein. Ich erzähle ihm also von einem Roadtrip im letzten November. Da mußten nämlich zunächst 450 Kilometer überwunden werden, der Priorat-Hammer hatte zur Probe gerufen, rare Flaschen, nur in Miniauflage erzeugte Weine sollten verkostet werde. Also auf in den kalten Osten, auf nach Sachsen-Anhalt, auf nach Coswig an die Elbe zu den Flaschen, "die man nicht so einfach kaufen kann"...

Aber immer langsam und der Reihe nach, denn die erste Station war Bernburg an der Saale. Torsten Hammer hatte nämlich einen befreundeten Winzer aus dem Priorat zu Besuch, Jaume Roca von Ficaria Vins. Und mit dem war er quasi eine Woche auf Tournee durch Deutschland, von Oberhausen bis Berlin. Und an diesem regenreichen letzten Freitag im November hatten die beiden einen Präsentationstermin in einem Bernburger Einkaufszentrum. Doch Hagel- und Granaten, vor den ersten Weingenuß nach langer Fahrt drängte sich zunächst das Böse direkt in Weg und Blick: Prominent im Zeitungsständer ausgestellt prangt die Nationalzeitung, darunter Stellenmarkt direkt. Na passt ja hier, denke ich, Rechtsradikale und Arbeitslosigkeit...




Aber schnell weg damit aus dem Kopf, denn die folgende Begegnung wird dann doch zu heiter und angenehm. Ich kenne niemanden sonst, der wie Torsten sich so voller Leidenschaft und ehrlich-direkter Begeisterung dem Wein widmet. Und das auch in anregend-sinnlichen Beschreibungen zum Ausdruck bringt. Torsten kennt sich aus, vor allem im Priorat, er ist quasi der inoffizielle Lehrstuhlinhaber für die charakterstarken Rotweine aus der urwüchsigen Weinenklave im katalanischen Hinterland. Seit einigen Jahren importiert er von da. Die Weine von Ficaria Vins vertreibt er in Deutschland exklusiv, ein kleines Weingut mit einer Gesamtproduktion von unter 10.000 Flaschen pro Jahr. Der Winzer Jaume Roca, kräftig muskulös, verschmitztes Lächeln, hellwach blitzende Augen, sitzt neben ihm hinter einem Tisch mit einer ganzen Batterie Flaschen drauf, Gelegenheit für eine erste kleine Verkostung...





Es regnet, es ist kalt, auch der Rote im Glas hat ein paar Grad zu wenig, also anwärmen. Und gemütlich geht sowieso anders, deshalb nix wie weg aus Bernburg und über Köthen und Dessau durch den dunklen Abend ab nach Coswig. Hinein in Torstens gute Stube, da wärmt ein großer Kachelofen.

Und während der Priorat-Hammer eine reichhaltige Fischpfanne, die Fideuà, zubereitet, gibt es dazu einen Küchenwein: Chateau de Beaucastel Chateauneuf du Pape 1995 (aktueller Preis ab 60€). Eine Flasche aus meinem Keller, die lag schon länger herum, Zeit ihn aufzuziehen, er ist mit 18 Jahren ja immerhin schon volljährig. Sehr schöne intensive Rauchnase, dunkel, voll, deutliche Entwicklung, im Mund viel Wärme. Frucht und Gerbstoff sind durch Reifung zu sehr befriedigendem balsamischen Trinkfluß integriert.


Auch wenn der Freitagabend nur das Vorspiel zur großen Probe am Samstag ist, kommt danach auch weiterhin nur Gutes und Großes ins Glas. Eine glückliche Fügung, gewiß, aber beim Priorat-Hammer auch nicht anders zu erwarten...


Der Blai Ferre I Just, "Billo" 2008 aus dem Priorat macht den Einsteiger bei Tisch, viel Frucht und Kraft. Dann ein Katalane aus Frankreich, Domaine Cazes "Le Credo" 1996 aus der Magnum, viel Cabernet ist drin, überraschend frisch, Top-Wein.


Dann noch was aus dem Roussillon, eine Entdeckung: Château Mossé "Le Blues" 2005. Die Flasche war seit 4 Tagen offen, irres Zeug, intensives Konzentrat, dabei ganz fein, erster Suchtstoff, erste Flasche zum Thema "Weine, die man so nicht kaufen kann". Geht sogar noch etwas über den Ch9 des Abends.


Als ich mich in der Küche um das Zusammenstellen der Käseplatte kümmere, sehe ich im Kühlschrank eine einsame Flasche, der Rest einer Traminer Beerenauslese, na das passt doch, denke ich. Und das Beste, der Wein wächst in der Nähe, nur etwas über 30 Kilometer östlich von Coswig in einer sächsischen Weinenklave auf dem "nördlichsten Qualitätsweingut Deutschlands": Weingut Hanke, Traminer Beerenauslese2003, Sachsen – Bereich Jessen / Elster. Ein Schwergewicht aus dem heißen Jahr, ein süßer Vollschmecker, die 16° Alkohol schlagen durch.



Irgendwie kommt das Thema dann auf Grüne Chartreuse, und Torsten sieht sich genötigt, eine Flasche davon aus seinem Keller zu holen. Ich hatte bis dahin diesen Kräuterdigestiv noch nie vorher im Glas. Doch Achtung, Vorsicht ist hier angesagt! Denn dieses ungemein ätherisch-duftende Elixier aus den französischen Alpen hat 55% Alkohol. Es ist jetzt halb drei in der Nacht, Zeit für die Bettruhe...

Und das ist das Stichwort, um endlich den Übernachtungsplatz in Coswig vorzustellen, die Pension entbehrt nicht einer gewissen Skurrilität. Es ist der Weinhof an der Elbe. Von außen nur ein kleiner Flachbau zwischen zwei Siedlungshäuschen mit einem überdimensionierten Hinweisschild obendrauf.



Doch wie so oft trügt der Anschein, so auch hier. Der Flachbau ist nur der Durchgang zu weiteren Gebäuden dahinter, gruppiert um einen großen Innenhof, vollgestellt mit Gartenkram und Bänken, darüber ein gewaltig rankender Rebstock. Und da hängen, Ende November, einen Tag vor dem 1. Advent noch jede Menge dunkle Trauben dran. Ideale Location für die Probe also, die hier heute Abend steigen soll, unten rechts in dem Flachbau...




Doch vorher geht es noch ein paar Kilometer rauf in den Norden, in den Hohen Fläming. In diesem kleinen wildromatischen Hügellland zwischen Magdeburg und Berlin liegt einsam auf einer Kuppe die Burg Rabenstein. Da ist heute Weihnachstmarkt und da haben sich der Priorat - Hammer und Jaume mit ihrem Weinstand in der Folterkammer eingerichtet.


Auf der Streckbank, abgedeckt mit schwarzem Samt, sind die Weine aufgebaut. Das hat originelle Klasse, das hat Stil, das gefällt auch den Besuchern. Jaume Roca kommt angesichts der ausgestellten Marterwerkzeuge eine blendende Idee: Er gäbe gern und gratis eine Einführung in die Methoden der spanischen Inquisition. Nur, wer dann wolle, dass die Folter aufhöre, der müsse dann natürlich zahlen – und nicht zu knapp.



Zurück nach Coswig, zurück in den Weinhof an der Elbe. Hier gilt es jetzt, hier kommen jetzt rare Wein ins Glas, das Line - Up steht. Mit am Tisch dann eine Überraschung. Mit dabei ist ein weiterer Winzer, Frank Hanke aus Jessen, der Macher des Edelsüßen vom Abend zuvor. Seine charmante Frau übernimmt den Fahrdienst, sodaß er ungehemmt ist, die Erzeugnisse seines Kollegen aus dem Priorat zu verkosten, also Feuer frei...
Und so kommt es, Torsten und sein Freund Jaume entzünden im Verlauf des langen Abends ein Weinfeuerwerk der Extraklasse, immer ungewöhnlich, manchmal fordernd, nie langweilig.



Zunächst kommen zwei Weiße in die aufnahmebereiten Gläser:

Ficaria Vins, Matraketa Blanc 2011, Montsant – La Figuera. Nur 370 (!) Flaschen produziert, floral, Blütenduft, wenig Säure.
Sangenis i Vaque, Lo Coster Blanc 2008, Priorat – Porrera. Voll, offen, Petrol, cremig, weniger als 300 Flaschen.



Als Einstieg in die Rotweine kommt zunächst dreimal Èlia, der Einstiegswein aus Grenache, Syrah und Cabernet von Jaume Roca (2009, 2010, 2011). Dreimal volle Frucht, volles Maul, konzentrierte Blaubeerbomben mit starkem Fundament. Erinnern mich irgendwie an einen guten Gigondas von der Rhone, herrlich.



Als Kernstück des Abends wird dann eine Pater – Vertikale gestartet. Dieser Grenache aus über 80 Jahre alten Reben gehört laut Torsten Jahr um Jahr zu den zuverlässigsten und besten Weinen des Montsant. Hier ist 100% Grenache/Garnacha das bestimmende Thema. Sechs Flaschen stehen bereit, durchgehend von 2005 bis 2010. Allesamt durch die Jahrgänge hochkonzentrierte Gewächse. Die Theke im Weinhof an der Elbe wird zum Altar, ein Hochamt für die versammelte Prioratgemeinde, die Unterschiede und Nuancen fordern heraus. Torstens Eindruck und ein herrliches Beispiel gelungener Verkostungslyrik  zum ´09er:  "Jetzt schon ein kleines, ständig wachsendes Nasentier, anspringend und sich fest krallend. Am Gaumen voll und viel Druck...Intensiv am Gaumen und von schöner Länge. Macht Spaß, will aber noch Zeit, sich komplett zu finden. Derzeit noch recht ungestüm am Gaumen. Er wälzt sich eher unruhig auf der Lagerstatt hin und her, statt friedlich zu schlafen. Lasst ihn einfach noch in Ruhe und geht aus dem Raum..."

Für genaue Verkostungsanalysen dieser und der anderen Flaschen bitte beim Priorat-Hammer Blog hier anklicken.



Man hätte hier bereits auf hohem Niveau den Abend beenden können, aber Torsten wollte die Chance nutzen, er ließ es sich nicht nehmen, ein paar besondere Raritäten aus seiner Selektion vorzustellen, die man nicht jeden Tag in die Gläser geschüttet bekommt. Ich hab mir das gerne gefallen lassen...

Celler de l´ Encastell, Roquers de Samsó 2010, Priorat. Hiervon gibts nur 500 Flaschen für 47 € das Stück, 100% alte Carignan. Kühl, elegant und voll, ein Boxhandschuh, nur leicht gepolstert.



Celler Castellet, Empit Selecció 2011, Priorat. Auch hier Carignan, irre Nase, kühle Frucht, erinnert an einen sehr guten Nordrhone-Syrah. Torsten: "Ein Nasentraum, tief, schwarz und sündig. Teufel und Hexen marschieren hier auf und hören Gothic. Zur typischen Porrera – Carignan Aromatik gesellen sich After Eight und Cannabisduft. Der ganze arabische Basar ist zu Besuch gekommen."
Dann noch ein 100% Carignan, die laufen heute, ebenfalls eine rote Weinwand, die erklommen werden will: Celler Aixala Alcait, Costers d´ Alzina2011, Priorat, deutlich weniger als 1.000 Flaschen., Torsten: "...eine dunkle, schwarze Gothic-Nase. Das ist Carignan vom Feinsten, sehr elegant und tief., ein Wein anstelle des Desserts, in kleinsten Dosierungen sparsam zu genießender Tropfen mit Suchtpotential".



Dann nochmal ein Wein von Jaume Roca, er steht auf und gießt ein. Was kann nach all den Knallergeschützen jetzt noch kommen? Nun, es ist das Flagschiff von Ficaria Vins, Cerverola 2011, 15,5%, 34€. 100% Grenache vom Allerfeinsten, Alkohol wunderbar eingebunden, Muskelspiel, dabei elegant bleibend, nur 500 Flaschen insgesamt.



Ganz zum Abschluß dann noch etwas Süßes: Sangenis I Vaque, Simfonia en Dolc 2007, Priorat. Auch hier ein knappes Gut, nur 800 von den schlanken 0,5er Flaschen gibt es.



Der Priorat-Hammer und Jaume Roca nach der Probe: Starke Analyse, hohe Genußfähigkeit und enormes Durchhaltevermögen.




Priorat trifft Sachsen, für den Jessener Winzer Frank Hanke waren die charakterstarken Roten aus dem Priorat Neuland.



Analysieren, Aufschreiben, punkten, das unterscheidet eine seriöse Probe von einem schieren Besäufnis - zum Glück...;-)


Gut durch den Abend gekommen, der Weindeuter mit charmanter Winzersgattin.



Nach kurzer Nacht dann das Nachspiel beim Torsten am Haus. Dort wurde die ein oder andere Kiste in den Kombi geladen.




Alle Weine bei Torsten Hammer (klick). Und keine Sorge, man muß nicht unbedingt hinfahren (sollte man aber). Der Priorat - Hammer versendet auch...




21.03.2014

Party-Rote

Superduftig, superfruchtig, supersüffig, supergeil...

Nicht immer nur analytisches Schlürfen, genaues Wägen, Einordnen und Normieren  - das ganze elaborierte Getue um den Wein hat zwar seinen Reiz, kann aber auch nerven. Es gibt Situationen, da geht es einfach um Menge, um Durchsatz, um die Befriedigung von durstigen Kehlen netter Menschen, die dem selbstreferentiellen Spiel um das Göttergertränk vollkommen unzugänglich sind. Ganz normale Leute, die einfach nur mal ein "lecker Weinchen" trinken wollen, oder auch zwei...
Und damit ergibt sich für den Weinfreak als Gastgeber ein Problem. Ganz aus der unteren Schublade darf man nicht einsteigen und irgendwelche Suffweine anstellen. Das würde auf einen zurückfallen. Wie gesagt, es geht um Leute, die zwar nicht in die Thematik einsteigen wollen, aber durchaus weinerfahren sind und schon wissen, was ihnen schmeckt. Der andere Fehler wäre, zu kompliziert aufzutischen und einzufüllen, womöglich verbunden mit langatmigen Erklärungen. Eine Gradwanderung also zwischen seriöser Qualität und unmittelbar trinkiger Genußzugänglichkeit, in den letzten Wochen gab es mehrfach die Gelegenheit, Party-Rote in diesem Sinne zu öffnen...




Zwei  aus "Übersee", immer eine sichere Bank für Leute, die richtig was im Glas und im Mund haben wollen, eingängige Spieler mit viel Primärfrucht und Kraft. 




Zwei Südfranzosen aus der Provence, auch in der Regel ein Treffer für Starkweintrinker. Beide Kandidaten präsentierten sich voll, viel Schmackes im Glas: Viel Wärme, Grenache-Schmelz, dunkle Frucht, Reife im Vindemio, der Paradis paradiert mit Frische und etwas Biß vom Cabernet.   



Ein etwas ausgefallenes Pärchen, für die Neugierigen am Tisch. Einmal ein Norditaliener aus dem Veltlin, ganz oben an der Grenze zur Schweiz. Mit 94PP hochdekoriert und der Teuerste hier in der Runde. Ein Sfursat vom Fuße der Alpen, hergestellt nach der Amaronemethode: Die Trauben trocknen 120 Tage lang in Holzkassetten, sie verlieren dabei bis zu 35 Prozent ihres Gewichtes. Dadurch erhöhen sich Zucker- und Alkoholgehalt. Viel Reife, Wärme, viel Alkohol, die Amarenakirsche im Glas. Sowas sollte nicht zu Beginn angeboten werden, kommt aber gut mit seinen likörigen Schmeicheleinheiten als Absacker.
Goldene Aufdrucktypographie, mattierte Flasche, so steht er da, ein Exot aus dem Libanon aus Cabernet, Syrah, Grenache, Merlot. Weinfreunde, die hier öfter lesen, wissen, da kommt viel Gutes her (Probenbericht hier). Der ´05er ist noch voll da, reichhaltig in Nase und Mund, kein ganz Lauter, hält Eleganz, Top-Schluck.



Ein Süditaliener und ein Kalifornier in enger Verwandschaft! Der Primitivo kam Mitte des 19. Jh. vom Absatz des Stiefels über den großen Teich und wurde dort zum Zinfandel. Um den entstand in der Renaissance des kalifornischen Weinbaus ein regelrechter Kult, Zin wurde zum flüssigen Inbegriff kalifornischer Lebens - und Genußart. Auch der Primitivo hat, zusammen mit anderen Rebsorten des Südens wie Negroamaro und Nero d´Avola, einen Aufschwung in der Beliebtheit genommen und geholfen, Teile des süditalienischen Weinsees zu leeren. Vor allem bei Freunden warmer, fruchtiger und gerbstoffgezügelter Weine. Insofern war dieses Duo in den Gläsern ein Selbstläufer. Der Masseria kann als der ideale Partyschluck gelten, frei nach Friedrich Liechtenstein: Superduftig, superfruchtig, supersüffig, superlecker, supergeil...
Der Zinfandel kommt aufwändiger daher, ein Hinkucker natürlich die Hippieflasche. Im Glas dann noch sehr schön, ich hatte erst Bedenken wg. der 8 Jahre, Zinfandel altern häufig nicht so toll, die Primärfrucht des jungen Weins ist oft einfach zu attraktiv. Der hier hatte allerdings nicht abgebaut, war vielleicht sogar der attraktivste Wein der ganzen Reihe hier. 




Die Roten aus dem Rioja sind für viele ein wichtiger Teil ihrer Weinbiographie, auch für mich standen die vom langen Holzausbau und Flaschenreife geprägten Tempranillos traditioneller Machart am Beginn der Weintrinkererei. Die Crianzaklasse bot für überschaubare Tarife viel Duft, Schmelz und Charakter. Auch heute gibt es da immer noch viel Stoff fürs Geld. Auch wenn Rioja in letzter Zeit vermehrt auf teure und hochgezüchtete Spitzen setzt und bei den Einsteigern mehr auf schnelle Frucht als auf Reife, wird man bei den Klassikern immer noch fündig. Der Canas kann was, für 17€ gibt es sanften Genuß ohne Hektik, der Wein beruhigt. Typische Nase aus Vanille und Orangenschale, auch im Mund gute Harmonie von feiner Süße, Fruchtsäure und würzigem Rauch.





30.01.2014

Bekannte Namen aus dem Supermarkt...

In der Weinszene ist Ärger vorprogrammiert, wenn das Thema auf Discountwein oder Wein im LEH kommt. Da wird vor allem der Fachhändler empfindlich, sieht sein Geschäftsmodell in Gefahr, reklamiert für sich unverzichtbare Beratungskompetenz.
Dabei bieten viele inhabergeführte Läden wie Edeka und Rewe etc. mittlerweile zum Teil beachtliche Flaschensammlungen. Auch deutsche Winzer lassen sich da nicht lumpen, bekannte Namen wie Othegraven, Breuer, Dr. Loosen, Molitor, Meyer-Näkel finden sich da. Es sind natürlich nie ganze Linien, die da präsentiert werden, sondern meist ein Einsteiger oder auch eine Sonderedition. Das funktioniert und ist für uns Konsumenten nur zu begrüßen.
Der Fachhandels warnt da gerne vor dem Verlust des Kulturgutes Wein und beschwört den Untergang des Abendlandes herauf. Solcherart Verbissenheit ist z.Bsp. in Frankreich völlig unbekannt, da liegen die Crus aus Bordeaux und Burgund ganz selbstverständlich in Hyper U oder Géant.





Markus Molitor Riesling 2011 Mosel (11.5% 7,99€) Ohne nähere Angabe, auf dem Rücketikett ist von Steillagen die Rede. Nun, Markus Molitor hat ja genug Fläche an der Mosel, vielleicht ist der hier auch aus zugekauften Trauben. Wie auch immer, der Wein ist völlig korrekt. Schöne frische Rieslingnoten, Apfel, Zitrus, saftig, süffig.




Waldbach Fruchtspiel Riesling feinherb 2011 Balthasar Ress Rheingau (11,5% / 9,90€) Hier spielt Dirk Würtz seit einiger Zeit mit. Und der hat ja ohnehin keine Berührungsängste ggü. Supermarkt und Co. Erinnert sei nur an sein Lidl Projekt zum Superschoppenshopper zusammen mit Cordula Eich (klick). Der Wein wird wohl exklusiv über Rewe vertrieben, in seiner klaren, modernen typographischen Aufmachnung ein Hinkucker.
Der Ress ist resch. Es steht zwar feinherb auf dem Etikett, der Rheingauer kommt aber straff und durchtrainiert daher. Kein Fett, frische Säure, Limette, am zweiten Tag dann leichter Tropic-Touch, Ananas, noch feste Mango, durchaus reichhaltig, macht viel Spaß, entwickelt Trinkfluss, Top.





Meyer - Näkel Edition 100 Rotwein Cuvée Ahr (13%/10€) Der Altmeister von der Ahr ist schon seit einiger Zeit hier im Umfeld des Ruhrgebiets in vielen Rewe Märkten vertreten, auch mit seine beiden Einsteigerweinen aus Südafrika. Deshalb wohl auch diese Edition zum 100. Bestehen von Rewe Dortmund. Drin sind Spätburgunder und Dornfelder, im Prospekt wird der Inhalt angegeben mit  "2011er Cuvée aus Blauschiefer, Spätburgundertrauben und Dornfelder". 
Nun ja, auch ohne "Blauschiefer" ist der Wein ist schön abgestimmt zwischen Frucht und Eleganz, sehr feine ahrtypische Spätburgunderkirschnase mit etwas Rauch, vor allem im Mund dann unterfüttert mit Beerenfrucht und Reichhaltigkeit der Dornfelder, recht lang, ein Spaßroter, guter Kauf.



10.01.2014

Weihnachtswein 2013: Ein Edler aus dem Morgenland


Neues Jahr, neue Weine. Weindeuter gehört nicht zu denen, die sich zum Jahresbeginn alberne Vorsätze nehmen, so in Richtung Verzicht und Gürtel enger schnallen. Und deshalb geht es hier auch immer weiter mit Verkostungen und besonderen Genußmomenten. Auch in 2014 läuft hier das Weintagebuch aus dem Ruhrpott, viele Weine werden in die stets aufnahmebereiten Gläser fliessen, es wird gerochen, geschmatzt, gegurgelt und geschluckt.

Doch zunächst ist noch einiges nachzutragen aus 2013. Nach den Adventsweinen (klick hier, hier und hier) gab es natürlich auch einen Weihnachtswein. Und das war in diesem Jahr ein sehr Passender, denn er kam ganz so wie die heiligen Drei Könige aus dem Morgenlande zu uns her...

Doch der Reihe nach. Zu Weihnachten regiert die Traditon, keine kulinarischen Experimente. Das gibt Halt auf hoher See und vereinfacht die Abläufe, auch wenn es hektisch wird. Weder Hummer noch Bockwurst - hier gibt es zum Heiligabend immer: Maronencremesuppe, einen winterlichen Salat mit Orangen, roter Beete, Walnüssen und dann einen Krustenbraten vom Schwein. Der hatte in diesem Jahr die beste Kruste, weil ich zum ersten Mal etwas Entscheidendes richtig gemacht habe. Statt die dicke Fettschicht zunächst im Bräter scharf anzubraten, habe ich die nämlich erstmal eine Stunde bei nicht zu großer Hitze im Fond geschmort. Sie schwitzte aus, wurde dünner, wurde weicher, ließ sich herrlich einritzen. Dann das Ganze umgedreht, eine weitere Stunde im Ofen gegart, zum Ende hin dann Farbe und Knusper nehmen lassen. Also ein rustikales Gericht, in München gibt es in der Regel ein Helles dazu. Am Heiligen Abend kamen nach weißem Vorgeplänkel aber zwei Rote in die Gläser, zu Beginn eine kleine Ouvertüre mit einem alten Bekannten.




Tinto Pesquera aus dem Ribera, ein Klassiker vom Altmeister Alejandro Fernandez. Der "einfache" Crianza aus 2011war hier genau richtig am Tisch, überzeugte durch direkten Aromenzugriff. Der Wein hat Schmackes, eine volle Frucht, Kraft, ist insgesamt dicht gebaut, allerdings ohne Übertreibung an Konzentration oder Gerbstoff, sehr angenehm jetzt schon zu trinken, zum Schwein ein gutes (Tempranillo)match. Außerdem passt die Aufmachung mit dem vielen Gold und dem gekreuzten Tor einfach gut zum Anlaß, das Etikett war einfach unsere Krippe für den Abend.

Dann der Edle aus dem Morgenland, großer Auftritt: Comte de M 2006 Chateau Kefraya (14,5% / 40€) Libanon und Wein ist immer ein interessantes Thema. Ich hatte in letzter Zeit zweimal Gelegenheit, an größeren Proben dazu teilzunehmen. Sie fallen bei uns unter den Exotenstatus, Weinlaien können damit gar nix anfangen. Die fragen höchstens, in völliger Unkenntnis der Materie, was denn "die Moslems da unten mit Wein zu schaffen hätten". Weinfreaks fällt zum Libanon meistens nur der schon lange eingeführte Chateau Musar ein. Das ist, wie leider so vieles in dieser Welt, vollkommen ungerecht. Denn Weinbau hat im Libanon natürlich eine uralte Tradition, ist aber bis in unsere Zeit gekennzeichnet durch den Wechsel von Niedergang und außerordentlichen Zeiten des Wachstums. Wer bei Wein und Libanon "heißgekochte" und plumpe Gewächse voller Alkohol assoziiert liegt falsch. Die Tropfen profitieren in ihrer Gesamtaromatik von der ausgeprägten Höhenlage vieler Pflanzungen, z. T. bis in weit über 1000 Meter Höhe. Und man spürt, daß sich viel französisches Know-How bei der Abstimmung der Cuvées erhalten hat. In den Qualitätsspitzen kommt durchweg Wohlgeschmack ins Glas. 
Was brachte der Comte am Heiligabend? Die erste Assoziation: Ein Bordeaux im Glas? Ein Großer etwa? Schmelz, Eleganz, Cassis, Süßkirsche, Crema, Rauch, Tabak, Zigarrenkiste, sehr fein, absolut harmonischer Trinkfluss, Touch of Magic...



Zwei feine Weiße vorweg, zum (Maronen)süppchen
trafen sich die Pfalz und Mallorca:
Chardonnay Réserve 2011 von Bernhard Koch







27.12.2013

Weinrallye 70 - Schäumendes Glück aus dem Languedoc...



Hier soll es gehen um einen klassischen "Schäumer" aus Frankreich, allerdings nicht aus der Champagne, sondern aus südlicheren Gefilden. Und sogar um einiges älter als die Strunzbrause aus dem Norden...
Die AOC Limoux liegt um den gleichnamigen Ort südlich von Carcasonne an der Grenze zwischen dem Languedoc und dem Roussillon. Die Pyrenäen sind schon in Sichtweite am Horizont, die Gegend ist vor allem bekannt für kräftige Rote. Aber gerade Limoux ist spezialisiert auf hervorragende trockene aber auch süße Schaumweine.
Da wurde schon lange vor dem Siegeszug des Champagners der Blanquette de Limoux erzeugt, der "älteste Schaumwein der Welt (klick). Die Legende schreibt auch hier einem Mönch (des Benediktinerklosters Saint Hilaire) seine Entdeckung zu. Das aber schon im Jahr 1531, über 100 Jahre vor Dom Pérignon in der Champagne.
Bei der immer noch verwendeten Méthode Ancestrale findet ausschließlich eine einzige Spontangärung des Grundweins statt. Der Most wird erst auf eine Temperatur von etwa 10 °C heruntergekühlt. Die alkoholische Gärung startet dadurch nicht sofort, sondern fünfzehn bis zwanzig Tage später und zieht sich über mehrere Wochen hin. Der Most wird aber nur soweit vergoren, dass er noch genügend Restzucker für die Gewinnung der Perlage enthält und dann ohne weiteren Zusatz von Zucker und Hefe in Flaschen gefüllt, in denen es dann munter weitergärt. Hierdurch entstehen ganz natürliche Schaumweine, mit weniger als 7 ° Alkohol sowie feiner Restsüße.




Antech Limoux "Méthode Ancestrale" Doux et Fruité (6,5% / 10€) Zurückhaltende Perlage, zarte Kohlensäure, fruchtsüß wirkende Nase, frische Blüten, saftig-reifer Apfel, sehr anmachend. Erinnert an einen guten Moscato d'Asti. Im Mund zart, frisch, leicht. Die Süße gleicht eher leicht aufgestreutem Puderzucker auf frischem Obst. Wunderbare Erfrischung...

Im Gegensatz dazu steht die Méthode Champenoise, die bei den französischen Crémants Anwendung findet. Da wird dem Grundwein ja nach der ersten abgeschlossenen Gärung wiederum Zucker und Hefe (Tirage) beigefügt und in der Flasche ein zweites Mal vergoren. Diese Methode ist in Limoux mit der AOC Crémant de Limoux erst seit 1990 offiziell zugelassen.




Ein solcher Cremant, also sozusagen die moderne Varainte, ist der "Clos des Demoiselles" 2007 Domaine J.Laurens Crémant de Limoux (Chardonnay, Chenin et Pinot Noir / 12 / 15€). Mittleres Gelb im Glas, expressive Nase, appetitmachend. Reife Birne, Milchbrötchen, geröstetes Toastbrot. Dichte feine Perlage. Ist in einem schön gereiften Zustand, mit noch genügend Trinkfrische.

Noch mehr Schäumer und alles weitere zur 70. Weinrallye bei Cordula Eich/Supershoppenshopper (bitte hier klicken).


24.12.2013

Atzwentzweine...(3)



Advent ist nicht nur rot (hier und hier), im Gegenteil, die Weißen nehmen einen immer größeren Anteil auch in der dunklen Jahreszeit ein. Und das Recht gebührt ihnen auch, aktuell dazu eine Betrachtung auf Cicero online "FESTTAGSALTERNATIVE Weißwein zur Weihnacht" (klick). Da wird zwar eher einigen Chardonnays das Wort geredet, hier gab es aber einige Rieslinge in die aufnahmebereiten Gläser. Alle mit etwas Restsüße, keine Säurebomber, das passt zum Fest, das entspannt...




Steinerd II Riesling 2012 Axel Pauly Mosel (11,5%/7,90€) Feinherbe Qualität, der Wein sitzt auf Anhieb, Restzucker trifft auf hohe Moselsäure, herrlich süffige Mischung.
Alte Reben Riesling 2012 Carl Loewen Mosel (12,5%/12€) Hier konzentriert man sich auf Riesling und sonst nix, kein ausuferndes Portfolio von Dornfelder bis Huxelrebe wie sonst oft in deutschen Landen. Auch hier enormer Trinkfluß durch Restsüße, insgesamt aber dichter gebaut als der Pauly, macht mehr Munddruck, Top.
Röttgen Riesling 2009 Heymann-Löwenstein Mosel (13%/22€) Wieder mal eine Bombe vom Altmeister, vor kurzem der 2008er, ähnlich hier jetzt im Glas: Goldgelb, hohe Konzentration, reichlich Fruchtwumms in der Nase, tropische Fruchtsüße, Hedonist im Glas. Nicht für jede Gelegenheit, als Weihnachtswein ideale Balance zwischen Frische und Ohrensessel...


23.12.2013

Atzwentzweine...(2)


Das Warten aufs Christkind wurde auch in diesem Jahr wieder mit einigen Adventsweinen überbrückt. Nach den beiden Altweinkrachern am 1. und 2. Advent (´95er Beaucastel und ´91er Montrachet) folgten am 2. und 4. Advent einige Rote, allesamt Südkinder, eines sogar direkt aus dem Morgenland...




Tandem Syrah 2010 Thalvin/Alain Graillot Marokko (14,5%/11,90€) Der Wein ist das Produkt einer Zusammenarbeit des Winzers Alain Graillot von der nördlichen Rhone mit der Winzerfamilie Thalvin aus Marokko, in deren Kellerei der Wein auch vinifiziert wird. Frucht und Pfeffer ist hier das Motto, dunkel, guter Baß, keine Überbreite, hat auch Raffinesse.
Syrah Domaine Wardy 2007 Libanon (13,5%/12%) Sehr reife Frucht, Rumtopf, weich, etwas Syrahschärfe, schöne Länge, kleiner Hitzkopf aus dem Bekaa-Tal.




Bonne Pioche Pic Saint Loup 2011 Domaine Clavel Languesdoc (14,5%/12,90€/ 65 % Syrah – 15 % Grenache – Mourvèdre 20% ) Ein Maul voll Rotwein, üppige süßreife Frucht, volle saftige Ladung, ein Spaßwein, Mouthpleaser, nicht schüchtern drauf, genau wie sein Macher...
GR-174 Casa Gran del Siurana 2010 Priorat (14,5% / 14,€ / Garnatxa-Caranyena-Cabernet Sauvignon) Das Priotatprojekt von Castillo Perelada, benannt nach einem Wanderweg, der durch das Priorat führt. Für einen Priorat sehr zugänglich und offen, modern gemacht. Keine Wummsbombe für Prioratfreaks, kann man bedenkenlos in eine Südweinprobe stellen.
Sió 2011 Bodegas Ribas Mallorca (14,5% / 20€ / 50% Mantonegro-25% Syrah-15% Cabernet Sauvignon 10% Merlot) Mit 300 Jahren eine der ältesten Bodegas der Insel. Der Wein ist top-notch. Großes Kino von der Insel, der Beste hier in diesem Quintett. Hat für knapp 20€ schon den Touch of Magic, überschreitet die Stufe von "gut trinkbar" zur Exzellenz. Feine Nase, seidige und dabei volle Frucht, hinterläßt am Gaumen Wohlgefühl, sehr stimmig ohne Übertreibungen.

22.12.2013

Atzwentzweine...(1)

Adventszeit, jedes Jahr der große Countdown: Berge aus Lebkuchenherzen und Marzipankartoffeln verstopfen die Supermarktgänge. In den Städten stehen Bretterbuden, es dampft nach Glühwein und frittiertem Blumenkohl. Lichterketten spenden Glanz, tauchen den vorweihnachtlichen Wahnsinn in gnädiges Zwielicht. Da versüßt sich Weindeuter lieber die Wartezeit aufs Christkind wieder mit dem ein oder anderen Adventswein.


Am 1. Adventswochenende ging es nach Coswig/Anhalt zum Priorat-Hammer, natürlich zu einer großen Prioratprobe (Bericht folgt). Für den Einstieg am Abend zuvor hatte ich aber etwas anderes vorgesehen: Chateau de Beaucastel Chateauneuf du Pape 1995 (aktueller Preis ab 60€) Die Flasche lag schon länger im Keller, Zeit ihn aufzuziehen, er ist mit 18 Jahren ja immerhin schon volljährig. Sehr schöne intensive Rauchnase, dunkel, voll, deutliche Entwicklung, im Mund viel Wärme. Frucht und Gerbstoff sind durch Reifung zu sehr befriedigendem balsamischen Trinkfluß integriert.



Am 2. Advent dann eine Einladung zum "Kaffee". Und da kommt ohne Vorwarnung plötzlich ein großer reifer Weißer auf den Tisch und in die Gläser, sogar noch 4 Jahre älter als der Kollege vom Wochenende zuvor. Bienvenues Batard Montrachet Grand Cru / Domaine Henri Clerc et Fils. Eine legendäre Weißweinlage im Burgund, nur 3,5 ha, wie im Burgund üblich parzelliert und unter einer Handvoll Erzeuger aufgeteilt.
Altweine daraus gehen normalerweise nicht für unter 50€ weg, zum Teil weit darüber, natürlich abhängig von Erzeuger und Jahrgang (1991 war kein so guter...) Neuflaschen von Toperzeugern  kosten über 200€. Der Clerc ist günstiger, aber auch nicht für unter 100€ zu haben. Umso schöner die Geschichte, daß dieses Exemplar auf einem Bochumer Flohmarkt für unter 5 € erstanden wurde.
Aber was kann der noch, der Franzosenchardonnay? Der Korken war ziemlich durchgeweicht, geradezu flutschig und rutschte beim Ansetzten des Korkenziehers einfach nach unten in den Flaschenhals. Im Glas dann dichtes Gold bis Bernstein. Deutliche Entwicklung, aber noch lebendig, Orangenzeste, nach Öffnung und Atmung dann Trockenaprikose, einwöchige Rosenblätter, auch Nußecke. Im Mund dann noch sehr schön, angezählt aber noch nicht ausgezehrt, etwas Honig, in Summe mit edler Delikatesse.