18.09.2010

Falstaff: Riesling Top-Ten Ranking

Falstaff 1: Gesittetes Geniesserheft

Der literarische Falstaff ist ja ein trink- und raufsüchtiger, dem sinnenfrohen Leben zugeneigter Haudegen von üppiger Gestalt. Die erste deutsche Ausgabe des österreichischen Genießermagazins erscheint in Optik und Inhalt dagegen sehr gesittet und vorsichtig. Beispiel die "Trüffel-Krieg" Story: Auf dem Titel und als Aufmacherbild im Heft dieser optische Blödsinn mit den lilafarbenen Hintergründen statt wirklich eines der schönen Reportagebilder mit den knorrigen Typen. Ansonsten für jeden etwas - Zigarren, teure Küchen, Kaffee, Oktoberfest, Südtirol, Kaiserball in der Hofburg. Im Layout alles mit einer Unzahl an feinen Linien voneinander abgegrenzt.
Im Weinteil gibt dann Jancis Robinson ("Die Zeit ist reif für deutsche Weine") die Richtung vor. Passend dazu eine Homestory: Günther Jauch mit Frau Thea auf seinem Weingut "Von Othegraven". Highlight für mich aber die Riesling-Story "Große Gewächse 2009" mit Falstaff - Ranking, gut für Punktefreaks und Weinhändler.

Hier die Top-Ten, keiner von der Mosel dabei, dafür vier mal Nahe. Und zwei mal "Von Winning", das grundrenovierte ehemalige Dr. Deinhard aus Deidesheim in der Pfalz mit dem ersten Jahrgang.

Hermann Dönnhoff, Nahe
95 Punkte: NIEDERHÄUSER HERMANNSHÖHLE
Von Winning, Pfalz
95 Punkte: DEIDESHEIMER KIESELBERG
95 Punkte: DEIDESHEIMER LANGENMORGEN
Wittmann, Rheinhessen
95 Punkte: WESTRHOFENER MORSTEIN
94 Punkte: WESTHOFENER BRUNNENHÄUSCHEN
A. Christmann, Gimmeldingen, Pfalz
94 Punkte: GIMMELDINGER MANDELGARTEN
94 Punkte: KÖNIGSBACHER IDIG
Schäfer Fröhlich, Nahe
94 Punkte: SCHLOßBÖCKELHEIMER FELSENBERG
94 Punkte: SCHLOßBÖCKELHEIMER KUPFERGRUBE
94 Punkte: MONZINGER HALENBERG

Falstaff 2: Echter Genießer


1 Kommentar:

  1. Das Heft ist tatsächlich in weiten Teilen eine Dublette zum Feinschmecker, minus Kochrezepte. Für die Zielgruppe Weintrinker ist zu wenig drin.

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