04.06.2010

Naturwein


"Vin issu de raisins cultivés sous la bonne étoile" - das steht auf dem Etikett und ist schön. Wer möchte das nicht haben, einen Wein aus Trauben, "die unter einem guten Stern" kultiviert wurden. Ich will jetzt hier gar nicht viel über Biowein, biodynamisch erzeugten Wein etc. schreiben. Für Biowein gibt es gesetzlich vorgeschriebene Mindeststandards und Bio-Zertifizierungen (in Frankreich ecocert), die Biodynamie geht weiter, streift und überschreitet die Grenze zur Esoterik, und erzeugt dabei vielfach Großartiges. Auch wenn nix auf der Flasche steht, richten viele seriös arbeitende Winzer weltweit mittlerweile ihre Methoden nach Bioan-und Ausbau. So macht es auch Sebastien Vincenti mit seiner Domaine Fondreche vom Mont Ventoux/Südliche Rhone mit seinen Weinen. Es sind kraftvolle und fruchtdichte Gewächse, mittlerweile hochbepunktet und unter Liebhabern gesucht. Selbst die Syrah-Spitzencuvée "PERSIA" ist mit 16€ preislich dabei noch absolut im Rahmen.
  • Seit ein paar Jahren gibt es im Programm den "NATURE", ein kleiner Charakterkopf mit Eigenheiten. Erstmal die Mischung: 50% Mourvedre, 30% Syrah, 20% Grenache. Der hohe Mourvedre Anteil sorgt für Straffheit und Mineralität in diesem lilafarbenen Jungspund, alles ist sehr knackig-frisch. Kein breiter warmer Kakaoschmecker, der Wein kommt mit einer rustikalen Herbheit, die den Gaumen wach macht. Gut, ihn ein paar Grad kühler zu trinken, max 16 Grad. Der Alkoholgehalt, auch das ein Unterschied zu vielen Südfranzosen (und auch den anderen Fondreche-Weinen), liegt niedriger bei 13%. Der Winzer geht beim Ausbau des "NATURE" anders vor, er vinifiziert passiv und verzichtet auf die Zugabe von Schwefel. Probiert den Wein mal, gerade im Sommer draußen (Stichwort Grillwein) ist er klasse. "NATURE" z.Bsp. hier für 8,50€.

1 Kommentar:

  1. Der neue Trend und auch nötig, trinkbare Rote aus dem Süden. Sehr gut !

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