13.01.2011

Reifer Rieslingsekt vom Brauneberger Juffer


Unter dem Motto "Kannste ja mal probieren, ob das noch was iss" kriegt der Weindeuter manchmal Kellerfunde geschenkt. Ein guter Bordeaux oder ein Chateauneuf war leider bisher noch nicht dabei, meistens einfache Sachen, die längst hätten getrunken werden müssen. Aber man erlebt auch Überraschungen, wie bei einem Winzersekt von der Mosel. Die versprühen in der Regel jung ihren säurefrischen Charme. Dieser hier aber war 9 Jahre alt.
Das schon ins dunklere goldgelb gehende Farbspiel mahnt zur Vorsicht. Aber es ist noch Leben in der Flasche, die Nase keineswegs muffig und oxydiert. Und es prickelt noch ! Die Bläßchen steigen nicht mehr dicht und gleichmäßig auf, eher so wie kleine Feuerwerksraketen. Natürlich ist die Aromatik nicht mehr im frischen Bereich, es schmeckt alles etwas nach reifer Orange, auch leicht süße Karamelltöne sind da. Süße und Kohlensäure haben hier offenbar konservierend gewirkt. Und natürlich der gute Grundwein vom Brauneburger Juffer, einer berühmten Steillage an der Mittelmosel.

Aktueller Preis 11€ ab Weingut Heil (kleines 5ha Familienweingut mit Ökoanspruch, späte selektive Handverlesung der Trauben)

Kommentare:

  1. schon wieder son Gelber. Großes Restetrinken beim weindeuter ?

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  2. es kommen jetzt jede Menge "Altweine"
    linlin: das Parfüm von Dior ??

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  3. Das Dior J´ adore stinkt zwar nicht, ist aber nicht ganz mein Fall. Ich bevorzuge Mosel Riesling...

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