Herzliche Gruesse von der heissen griechischen Insel an alle Weinfreundinnen und Weinfreunde !
Gegen die grosse Hitze helfen Dauerschwimmen in Meer und Pool und gut gekuehlte Weissweine. Leider wenig von der Insel, der Weinbau ist seit der Antike so gut wie verschwunden, jedoch aus dem gebirgigen Bereich noerdlich Richtung bulgarische Grenze kommen hinreichend frische Tropfen.
Wider erwarten ist die Unterkunft zum Glueck so eine Art Weinhotel mit woechentlichen Weinproben und einer Weinkarte mit immerhin 39 Positionen (alles griechische Gewaechse, nicht nur Retsina !!)
Soweit, Details folgen...
01.08.2009
15.07.2009
Gel-Schinken im Sommerloch

Ein schönes Thema zur "Saure-Gurken-Zeit": Künstlich-fiese Nahrungsimitate aus Analog-Käse und Gel-Schinken bedrohen mal wieder die Volksgesundheit. Lebensmittelabzocker verkaufen uns die Surimi-Garnele aus gepresstem Eiweiß - gefangen im indischen Ozean !
Und der Wein ? In Vino veritas ?
Die Idealvorstellung ist naürlich der handwerklich-individuell arbeitende Winzer: Im Weinberg ökologisch - korrekt und im Keller nur minimal in die Weinwerdung eingreifend. Das gibt es.
Aber Wein ist natürlich auch ein industrielles Massenprodukt, unter Kostendruck in Großbetrieben auf den vermuteten Verbrauchergeschmack hingezüchtet.
Zusätzlich zu den im üblichen oenologischen Verfahren verbreiteten Zusätzen und Hilfsmitteln (u.a. Bentonit, CO2, Eiweiß, Gelatine, Hausenblase, Hefe, Hefenährstoffe, Rohrzucker, Rübenzucker, Schwefeldioxid (SO2), Tannine (Gerbstoffe), Säuren, Süßreserve, rektifizierter Traubenmost) gibt es da so manches Mittelchen, um die Launen und Zufälle der Natur möglichst auszuschalten und immer ein standartisiertes Getränk zu erhalten.
Noch gibt es in Deutschland rechtliche Fesseln, doch wer weiß: Vielleicht dürfen auch bald deutsche Großbetriebe ungehemmt mit dem Chemiebaukasten spielen...
09.07.2009
Tour de France
Seit ein paar Tagen wird ja wieder durch Frankreich gestrampelt, in diesem Jahr mit Schwerpunkt Süden - durch Provence, Languedoc, Südwest, Rhone etc. Viele Gelegenheiten passende "Etappenweine" zu öffnen ! Radfahren (kucken und aktiv) gehört ja neben dem Wein auch zu meinen Leidenschaften...
06.07.2009
Aus dem Postfach:
"Liebe Weinfreunde,
am kommenden Freitag und Samstag findet unsere alljährliche Sekt- und Champagnerprobe ausnahmsweise völlig kostenlos für Sie statt. Neben einer Auswahl von Schaumweinen in einem tollen Preis-Genuß-Verhältnis stellen wir Ihnen unsere aktuellen Angebote vor, die bis zu 50% gegenüber unserem normalen Preis reduziert sind.
Ich freue mich auf Ihr zahlreiches Erscheinen und wünsche Ihnen eine sonnige Woche!
Freundliche Grüße, Matthias Kaebel"
Hört sich doch gut an. Unter den Schaumweinen ist z.Bsp. der weiß gekelterte Pinot Nero von Bruno Giacosa aus dem Piemont dabei, bei den Weinen der Quartz Chateauneuf Jg. 04/05 von Le Clos de Caillou !
Wann: 10. und 11. Juli
05.07.2009
Lamm und alte Reben !

Als Begleitung zum Lamm vom Grill ist für mich, trotz sommerlicher Schwüle, immer noch ein gehaltvoller Roter optimal.
Einmal links der Balthasar Gracian Vinas Viejas 2006 der Bodega San Alejandro aus Spanien - ein Garnacha aus bis zu 80 Jahre alten Rebstöcken. Aromatisch dichte dunkle Frucht, der Wein ist insgesamt geschmeidiger geworden, hat frühere Bitterspitzen abgelegt, entwickelt zum würzigen Lamm süß-seidige Noten, trotz 14,5% nicht zu schwer wirkend. Hochwertiger Wein, ein in dieser (Preis)klasse absoluter Must-Buy.
Rechts der Colline Vieilles Vignes (Merlot/Syrah) der Domaine Magellan aus dem Languedoc. Nicht so reichhaltig wie der Balthasar, eher ein seriöser "Tischwein", verbindet sich jedoch herrlich in seiner rauchig-würzigen Kraft mit dem intensives Essen.
04.07.2009
Nachhaltiger Weinkonsum...
...in Zeiten der Krise bringt einen auf Ideen: Wein selber machen !Ein Anfang ist gesetzt mit einer Rebe "Schwarzer Frankenthaler", besser bekannt als Trollinger.Bei kräftigem und pilzresistenten Wachstum erwarte ich natürlich Rekordernten ab dem nächsten Jahr und den Betrieb einer oenologisch ausgefeilten garage winery.
29.06.2009
Die große Deutschlandprobe in der Weinzeche Essen...
...fand bei sommerlicher Schwüle statt. Da kam das große Angebot an knackig-frischen Weißweinen aus den JG 07/08 gerade richtig. Außerdem kam Partystimmung auf, vor der Tür hatte Metzger Müller aus Wattenscheid seinen Grillstand aufgebaut, dazu handgemachte Würzsaucen.
Alle Proben frei, vertreten waren the usual suspects - darunter Loosen, Van Volxem, Molitor (leider nicht durch Markus Molitor selbst), Dönnhoff, Knipser, Kühling-Gillot (mit dem lustigen Klaus Immes), Kühn, Koch und viele andere.
Alle Proben frei, vertreten waren the usual suspects - darunter Loosen, Van Volxem, Molitor (leider nicht durch Markus Molitor selbst), Dönnhoff, Knipser, Kühling-Gillot (mit dem lustigen Klaus Immes), Kühn, Koch und viele andere.
Es war die große Rieslingschau, mit der ganzen Bandbreite, die diese Rebsorte in Deutschland zu zeigen in der Lage ist: Von Kühns salzig-mineralischem "Quarzit" Riesling trocken 2008 bis zur fruchtvoll-cremigen "Oberhäuser Brücke" 2008 Riesling Spätlese von Helmut Dönnhoff von der Nahe.
Drei Östereicher waren auch da: Sehr fein hier der elegant-smarte Zeigelt "Reserve" 2006 von Zantho (der Wein mit dem Salamander auf dem Etikett) und die Roten von Judith Beck (Foto rechts)) aus dem Burgenland, die mir ein Glas ihrer tiefwürzigen "Heideboden" 2007 Cuvee (Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet-Sauvignon) zum Müllerschen Grillsteak einschenkte.Feine Flaschen...
"Unplugged" 2001 von Tesch. Ein goldgelb gereifter Naturwein-Riesling von der Nahe. Entwickelt, mit üppigen Noten von überreifem Steinobst, Orangeat, Petrol - Geschmackssache, nichts mehr für die frisch + knackig Fraktion, für mich spannend.
"Lesegut" 2007 von Dominio de Valdepusa.
Ein Spanier mit deutschem Etikett, der gleichzeitig als Sehtest dient. Sehr dunkel, lakritzig-kräuterig, minzig. Noch etwas fest, aber durchaus solider Stoff mit interessantem Rebsortenspiegel: Syrah, Petit-Verdot und Cabernet-Sauvignon. Modern gemacht, aber mit Charakter !
Vaquayras C.A.V.C.D.R. 2005. Eine gewohnt stattliche Flasche von der Rhone aus Genossenschaftshand. Nicht überkräftig - Frucht, Gerbstoffe sind angenehm verschmolzen, auch im Alkohol mit 13,5% nicht übertrieben: angenehm warmer + feiner Trinkwein aus dem Süden.
Chateau Branaire Ducru 1997. Für mich als "Südtrinker" ein positives Erlebnis aus dem als mittel bewerteten Jg.´97 war dieser „Quatrième Grand Cru Classe“ aus St. Julien. Schon in der Nase ein Angriff balsamisch - floraler Noten, viel Reifesüße, weich mundauskleidend, lang. Genossen am Geburtstag zum Lammkarree vom Grill. Mehr Bordeaux !
25.06.2009
Autobahnfrizzante

Eine Art Hommage an die A 43 kann bei der Weinhandlung Molitor in Recklinghausen bestellt werden. Zitat:
Pulsierende Lebensader zwischen Industrie und Kultur. Wer kennt sie nicht unsere Autobahn. Der gemeinsam mit unserem Winzer Albert Molitor kreierte Frizzante ist eine längst überfällige Liebeserklärung an die wichtigste Lebensader Recklinghausens. Freigabe des erfrischenden Frizzante nach der Autofahrt natürlich.
Beachtet das kleine Symbol neben der Alkoholangabe - er scheint auch für Radfahrer gut geeignet...
12.06.2009
07.06.2009
Über Pfingsten: Wien und Wein
Eine Pfingstwanderung von Nußdorf nach Neustift am Walde führt den Weinfreund durch Weingärten und ermöglicht schöne Ausblicke auf die Stadt. Am Ziel dann Wiener Heurigenromatik beim Weingut Wolff, zwar ein großer, langetablierter und touristenkompatibler Betrieb, dennoch angenehm und mit gutem Heurigenbüffet.
Moderner und in Trendoptik geht der Weingenuß bei Wein & Co. , allein in Wien gibt es 7 Filialen: Gut sortierte Weinhandlung und Weinbar kombiniert, die Weine können direkt aus den Regalen genommen und für 5,90 "Korkgeld" aus guten Gläsern (inkl. einer großen Fl. Mineralwasser) getrunken werden - sehr angenehm.
Weitere Genussstationen, die man in Wien nicht auslassen sollte:
Ein großer Brauner und Zwei Eier im Glas mit Schnittlauchbrot - ein Klassiker.
Für zwischendurch dann der Naschmarkt und/oder ein Wiener Würstelstand (aber bitte keine Wiener Würstchen bestellen, die heißen da Frankfurter...): Das typische Wiener Fast-Food in großer Auswahl. Interessant die Käsekrainer (die Eitrige), die dunkelwürzigen Waldviertler oder auch ein Pferdeleberkäs mit frischgeriebenem Kren.
Abends lockte dann weder das Backhendl noch das Schnitzel, sondern Gekochtes vom Rind: Ein Besuch in Plachuttas bürgerlich-elegantem "Rindfleischtempel" bot Gelegenheit, ein wirklich perfektes Tafelspitz zu probieren.
Noch zu den (Rot)Weinen: Ob Zweigelt, St. Laurent, Blaufränkisch - alle probierten Österreicher in der Klasse 8-17 € hielten schöne Balance zwischen würziger,anregender Säure und tanninsanftem Schmelz - keine Sattmacher, sondern lebendige und frisch wirkende Rotweine.
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