17.02.2011

"Hunnicutt" Zinfandel


Der Weindeuter sitzt im Sauerland fest, in einem riesigen Hotel- und Tagungsbunker namens Sauerlandstern. Und da wird Bier getrunken: Veltins, Krombacher oder Warsteiner.
Ich hab mir lieber einen kalifornischen Zinfandel mitgenommen, ein Dickschiff aus der 30€ - Klasse. Nicht von einem der große Erzeuger, sondern aus einem kleinen und noch jungen Familienweingut. Von diesem Zinfandel sind in 2008 nur 216 Kisten poduziert worden. Doch trotzdem ist der leider gar nicht ein so großer Genuß wie angenommen.
  • Hunnicutt Zinfandel 2008 Napa Valley (95% Zinfandel + 5% Petite Sirah / 14,7 % / 29€ hier)
    Sehr reichhaltige Nase, pralle, etwas überreife Früchte, dicke frischgepflückte Brombeeren und Herzkirschen. Etwas Rauch, etwas Zartbitterschokolade, wenig Vanille. Also genau das, was man von solch einem Gewächs zu erwarten hat und was ich haben wollte. Im Mund dann sehr cremig, hohe Viskosität, zum Auftakt süßer Schmelz. Dann aber auch sehr zupackende Bitternote, der Alkohol schlägt durch, wie bei einem zu scharf angesetzten Rumtopf. Der Wein wird dadurch richtig schwer zu schlucken, ein harmonischer Trinkfluß will sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einstellen.


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