03.08.2010

Das Podium: Siegerweine


Drei Wochen Tour de France - drei Wochen Tour des Vins ! Viele Weinregionen Frankreichs wurden mit Kultur - und Reisebeschreibungen vorgestellt, insgesamt 30 Weine wurden zu den Etappen verkostet. Nicht zu vergessen die Trappistenbiere zu den Auftaktetappen durch die Niederlande und durch Belgien.
Nachdem vorletzten Sonntag auf den Champs-Élysées Alberto Contador, Andy Schleck und Denis Menchov zusammen auf das Podium gestiegen sind, hier nun meine drei Siegerweine.
  1. Les Forts de Latour 1988 Paulliac / BordeauxDer Klassiker - "Le Grand Seigneur". Kein lauter Klopfer mehr, ruht in sich, gereifter Langstreckenfahrer, Ehrensache, daß er in Gelb ganz oben auf dem Treppchen steht.
  2. Überraschung, ein Außenseiter aus dem Mittelgebirge. Charakterstark, eigensinnig, individueller und origineller Stil. Holt auch das gepunktete Trikot.
  3. Strotzt vor Kraft. Noch im jugendlichen Überschwang, ein warmer Vollschmecker, ein saftiger und offenherziger Überwältiger. Auch in Weiß, bester Jungfahrer.

    Tour des Vins 2010:
    Weindeuter und Priorat Hammer bloggen die Tour de France 2010



02.08.2010

Glas(bruch)kunst


Freunde hatten angesichts der filigranen Konstruktion schon gewarnt und meinem schönen Zalto - Bordeauxglas keine lange Lebensdauer vorhergesagt. Jetzt ist es, allerdings auf spektakuläre Weise, zerbrochen. Schwer zu glauben, aber ein Sonnenschirm hat den extrem dünnwandigen  Glaskörper oben quasi guillotiniert. Es blieb dabei kerzengrade stehen, der Wein blieb komplett drin.
Die "Zaltos" sind als Verkostungsgläser herrlich, es muß Ersatz her !

31.07.2010

Zwei Langweilerweine


Wein braucht Charakter ! Wenn Eigenart und Eigensinn des Winzers, der Region, der Rebsorte etc. im Glas auftauchen, ist es immer gut. Für Gelegenheitstrinker ist das manchmal allerdings nicht immer so lecker, weshalb für die jede Menge "Nummer-Sicher-Weine" gemacht werden. Die Regale sind voll davon und man sollte als Weinfreund da auch nicht hochnäsig sein: Diese Weine bilden eine Art Grundversorgung, verhindern ein Überlaufen des weltweiten Weinsees und sind häufig ja aromatisch absolut trinkbar. Die preisliche Schallmauer liegt bei 5 €. Zwei Weine, beide preislich darüber und beide aus berühmten und großen Häusern stammend, wurden verkostet und entäuschten im Doppelpack.
  • Mouton Cadet 2007 Baron Philippe de Rothschild / Bodeaux (Merlot,Cabernet-Sauvignon, Cabernet -Franc). Der älteste Markenwein der Welt, ein genialer Marketingschachzug schon im Jahre 1930 war es, etwas vom Glanz des großen Mouton-Rothschild auf einen einfachen Bodeaux ohne genaue Ortsappellation zu übertragen. Dies ist der meistverkaufte Wein aus dem Bordelais und einer der meistverkauften Weine der Welt überhaupt: Jahresaustoß in 2002 laut Wikipedia 15 Millionen Flaschen ! Ein Wein also, dessen Geschmack Millionen Menschen mit Bordeaux verbinden, oft auch in dem Gefühl, etwas besonders Gutes gekauft zu haben. Das hab ich mehrfach selbst erlebt, auch diese Flasche war ein Tischgeschenk. Aromatisch passiert nicht viel, ein schmaler Riemen aus Frucht, etwas Säure ohne Länge, easy drinking. Man könnte sagen, o.k. zum Essen. Aber da gibts anderes, mit mehr Persönlichkeit und Charakter und für weniger Geld.
  • Gran Coronas Reserva Cabernet Sauvignon 2005 Torres / Penedes (Cabernet- Sauvignon,Tempranillo). Ähnlich wie Mondavi kultiviert Torres sehr die Tradition einer Winzerfamilie. Dahinter steht aber ein hochmodernes weltweit operierendes Weinunternehmen mit 2100 ha eigener Rebfläche und bedeutendem Traubenzukauf, um überall die bekannten Etiketten verkaufen zu können. Es gibt auch einige Spitzengewächse, der Gran Coronas ist obere Einstiegsklasse und steht in vielen Regalen des LEH - da hab ich ihn auch mitgenommen, ein Impulskauf für immerhin 11€. Da geht oft schon die Musik ab, auch aus Spanien. Hier Fehlanzeige, der Wein ist glattgebügelt, die Aromatik kommt wie mit angezogener Handbremse. Etwas Vanille, etwas gesüßter Kaffee. Schwaches Mundgefühl, hinten raus schnell weg. Nichts gegen einen kleinen Spanier, eine gutgemachte Crianza kann sehr lecker sein. Der hier läuft unter Reserva und ist  für 11€ klar zu teuer.

Diskussion zum Thema "Loveparade" ...

...unter Weinbloggern und Weinfreunden. Bei Dirk Würtz, wo sonst...klick:
Exorzismus für Anfänger – Eva Herman und die Love Parade

28.07.2010

Weindeuter auf Abwegen


Eine Radtour mit Zeltübernachtung nach Datteln - den Kontakt zum Wein wollte ich dabei natürlich nicht abreißen lassen. Schon auf der Etappe kam im Biergarten des Hebewerkmuseums in Henrichenburg deshalb eine originelle Erfrischung gerade recht:
  • Kalte Muschi "Rotwein Cola Zeugs", ein aromatisierter weinhaltiger Cocktail, laut Aufdruck das offizielle Kaltgetränk des 1. FC St. Pauli. Was soll ich sagen, das schmeckt. Die Süße der Cola war mit der schruppigen Säure eines vermutlich allereinfachsten Rotweins auf einen  süffigen Nenner gerbracht. Unter dem Namen Korea war diese Kombination zur späten Schul- und frühen Studentenzeit schon ein leckere Kombination in einigen Kneipen gewesen, ein frühes Alcopop. Für solche Colaschoppen, allerdings in der Kombination Cola + Riesling, ist Winzer und  Blogger Dirk Würtz aus Gau - Odernheim der unangefochtene Experte, dazu hier klicken.
Datteln, ein Kaff am Ostrand des Ruhrgebiets - aber angeblich auch der größte Kanalknotenpunkt der Welt. Mittendrin im "Dattelner Meer", da wo Wesel-Datteln-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal, Rhein-Herne-Kanal und Datteln-Hamm-Kanal aufeinandertreffen, bot sich eine gute Gelegenheit für ein erfrischendes Bad. Im Glas dabei:
  • "Terres de Bussiere" VdP 2007 der Domaine Janasse von der südlichen Rhone. Cuvée aus 55% Merlot, 25% Syrah, 10% Grenache und 10% Cabernet, 12 Monate ausgebaut in Holzfässern, davon 30% neue Fässer. Auch dank des Jahrgangs sehr reichhaltig, tiefdunkel, üppige Frucht, auch süße Lakritze, Weingummi, Schoko. Der Wein konnte den Verkostungsbedingungen wenige Zentimeter über dem Kanalwasser standhalten. Super für ca. 9€, z. Bsp. hier.


26.07.2010

Genug gelegen, jetzt wird getrunken (5)


Die vorletzte Etappe der Tour de France bot Anlaß, eine schon länger liegende Flasche zu entkorken. Zielort des Zeitfahrens am letzten Samstag war nämlich der Quai Antoine Ferchaud  im unter Weinfreunden nicht unbekannten Paulliac, direkt am Ufer der Gironde. auf dem Gemeindegebiet sind allein drei Premiers Crus beheimatet: Lafite, Mouton und Latour.
  • Les Forts de Latour 1988 Paulliac  Der "Grand Vin" Chateau Latour erreicht, wie die anderen Bordeauxspitzen auch, mit dem 2009er Jahrgang irre Preishöhen durch eine weltweit spekulativ aufgehitzte Nachfrage. 1200€ werden pro Flasche in Subskription aufgerufen ! Und davon werden um die 220.000 Flaschen abgefüllt, eine stattliche Anzahl. Für ein Zehntel davon gibt es den "Zweitwein" Forts de Latour, wobei auch davon ca. 150.000 Flaschen auf den Markt geworfen werden. Meine ´88er Flasche habe ich im Juli 1998 für 79,90 DM gekauft. Der ´88er Jahrgang gehört noch zu den klassichen Jahrgängen, vor dem Einzug der modernen Önologie in die Keller mit Mostkonzentration und Mikrooxydation etc.
    So präsentiert sich der "kleine" Latour in einem schönen Reifezustand, zart, schlank, feinduftig mit nur 12% Alkoholgehalt. Orangefarben aufgehellt im Glas, in der Nase nach einiger Standzeit dezent aber schön offen und warm, Orangenschale und Zigarrenkiste. Im Mund schlank, kein breitschultriger Überwältiger. Sehr lecker fließend, zusammen mit einem Stück Morbier ein weicher cremiger Genuß.  Die Flasche war, zu dritt getrunken, schnell weg.  

22.07.2010

Madiran: Wein mit Kraft

Ein Wein, der Kraft gibt. Ein wirklicher "Männerwein", Gerbstoffe, Alkohol, breiter Körper: Ein Madiran ! Die Weine aus der dickschaligen und gerbstoffreichen Tannat - Traube sind häufig wilde Gesellen, farbintensiv, in der Jugend mit einer gewissen Adstringenz.
  • Domaine Laffont "Erigone" 2007 Madiran Pierre Speyer, ein Belgier, bewirtschaftet nur 4 ha und ist einer dieser handwerklich arbeitenden Winzer, die mit großer Leidenschaft wirklich originelle, hochwertige und nicht einer überteuerten Spekulationsblase ausgelieferten Weine machen. Er ist ein Freund von Pierre Clavel, (Copa Santa), sie verbindet (mit anderen) das kleine, nur für Insider sichtbare winziggedruckte Label "Vinarchiste" auf dem Etikett. ERIGONE ist eine Cuvée mit einem Hauptanteil  Tannat (80-90%) aus 45 Jahre alten Reben, der Rest Cabernet-Franc. Der Ausbau erfolgt 16 Monate in gebrauchten Barrique (Zweit- bis Drittbelegung). Farbe, natürlich dunkel, undurchdringlich. In der Nase vielschichtig, einerseits Rauch, Graphit - das geht aromatisch schon in Richtung Bordeaux. Andererseits aber auch die würzige warme Erdigkeit des Südens. Was den Wein jetzt schon in der Jugend trinkbar macht ist die dichte satte Frucht. Die macht auch die Gerbstoffe erträglich, die packen im Mund nämlich kräftig zu und "tapezieren" den Gaumen. Also weglegen und in 10 Jahren mal wieder probieren.
    Zum gegrillten Lamm etwas kühler genossen passte der Kraftschluck allerdings schon jetzt sehr gut.
    ("Erigone" 14 % / 14,90€ / Weinzeche Essen) 

21.07.2010

Tour des Vins

Nochmal mit einem Wein ein kleiner Hinweis auf den Weinblog zur Tour de France 2010, den ich zusammen mit Torsten Hammer (Prioratblog) mache: Regionen und Weine im Fokus, die vom Tourtroß durchfahren werden.
Dabei ist bis jetzt ein kleiner Wein- und Reiseführer entstanden, der jetzt in die letzte Runde geht. Am Donnerstag startet die letzte Pyrenäenetappe, danach geht es ins Bordelais, mitten in den Wein. Da wird natürlich ein besonderer Tropfen geöffnet. Wer sich angesprochen fühlt, bitte einfach hier klicken: Tour des Vins 2010.
Mein Wein zur 15. Etappe war eine Spezialität aus dem Roussillon, ein Banyuls: Rot, stark und süß.

Banyuls Cornet & Cie. Cave de l ´Abeé Rous 2004 Bereitet aus spätgelesener Grenache Noir, von selektierten Schieferhängen, die terassenförmig zum Meer hin ausgerichtet sind. Die Gärung des Mostes wird durch Zugabe von Alkohol gestoppt (Mutage), der Wein wird also "aufgespritet", wie es im deutschen unelegant gennannt wird. Die Reifung erfolgt dann in Eichenfässern. Heraus kommt ein sehr reichaltiger und intensiver Wein mit 16,5% Alc. und komplexen Duft- und Geschmacksnoten. Trockenfrüchte, Kaffe, Vanille, eingekochte Feigen - all das findet man darin. Die Trinktemperaturempfehlung liegt zwischen 14 - 16 Grad, hält man sich dran, tritt der Alkohol geschmacklich gar nicht so in den Vordergrund. Man kann so einen Banyuls dann auch gut als Apero genießen. Oder natürlich als Dessertwein, zu Schokolade oder Edelschimmelkäsen.

20.07.2010

Nochmal Ruhriweine


Was schon dem Genießer auffiel will ich auch nochmal kurz posten. Die Flasche des portugiesischen  Fabelhaft mit ihrem "Briefmarkendesign" scheint stilbildend für die Aufmachung einiger Ruhriweine zu sein. Das Original ist links zu sehen. Den Wein gibt es in der Aufmachung übrigens in zig Ländern, immer angepasst an eine spezifische (Bilder)geschichte auf dem Etikett. In Portugal heißt er Diálogo, in den Niederlanden Gestolen Fiets, in Großbritannien Drink me, in Belgien Allez Santé etc. (hier klicken).

Der Ubuntu zur WM 2010 und der Kulturhauptstadtbewohner sind offizielle Niepoort-Varianten, letzterer auf Initiative von Thomas Kierdorf/Vino Grande Essen entstanden. Die beiden Kulturhauptstädter mit dem offiziellen Loge 2010 - naja: Da fand ein Grafiker das Niepoort - Design gut und hat "Hand angelegt". Im Ruhrgebiet gibts halt eine bedeutende Kreativwirtschaft, da kommt sowas schon mal raus.
Die beiden REWE - Weine sind dann lustig. Da tanzen die Marken, wirkt billig, was die beiden Weine ja auch sind.
Hier nochmal der Link zur Probe "Ruhrgebietsweine".


19.07.2010

Still - Leben A 40


Das Großereignis zur Kulturhaupstadt 2010 im Ruhrgebiet fand gestern statt. Die A 40 wurde zwischen Duisburg und Dortmund gesperrt und auf der nördlichen Fahrspur mit einem langen Band von Partytischen vollgestellt. An denen entfaltete sich auf 60 Kilometer Länge ein  buntes Treiben von Firmen, Organisationen, Vereinen etc. Vor allem auch private Gruppen nutzen die Aktion, um auf der A 40 endlich mal ausgiebig essen und trinken zu können, man sah reichlich gedeckte Tische, an denen auch Wein genossen wurde - Bravo !
Die Weindeuter/Genießer Ruhrweinprobe zum Ereignis fand ja schon vorher statt. Trotzdem kam ich in den Genuß einer kleinen Verkostung. Die Weinhandlung Molitor, die ja eine schöne Kollektion von Ruhriweinen hat, war vor Ort. In perfekte Plastikkelche, waren von echten Gläsern auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden, schenkte Ingeborg Molitor "Kunst" und "Kohle" aus. Besonders der "A 43 secco" schmeckte, kein Wunder, das Autobahnkreuz A40/A43 war nur ein paar Meter entfernt.

Ingeborg Molitor auf der A 40:
Weindeuter und Genießer verkosten Kunst und Kohle

18.07.2010

Ruhrpottweine

Früher´n Bierken, gezz Wein ! Kulturhauptsatdt 2010

Der Ruhrpott, im Jahr 2010 auch Kulturhauptstadt genannt, ist, bezogen auf alkoholhaltige Getränke, traditionell das Land des Bieres. Das flüssige Brot war Kraftquell der hart arbeitenden Bergleute, später der Arbeiter in der rohstoffverarbeitenden Eisen- und Stahlindustrie. Dortmund war die Bierhauptstadt, die Eckkneipen mit ihren stetig laufenden Zapfhähnen selbstverständliche Fixpunkte des Genusses nach Feierabend. Die Zeiten sind andere geworden. Die Zechen sind (fast) alle weg, die Brauereien in Dortmund dezimiert, ins Dortmunder "U" zieht die Kreativwirtschaft ein und in Essen ist seit 13 Jahren in der ehemaligen Turbinenhalle der Zeche Bonifacius die Weinzeche beheimatet. Zum Kulturhauptstadtjahr 2010 gibt es kein Bier, sondern zwei Weine mit dem offiziellen 2010 - Logo drauf. Aber auch weitere Flaschen mit einem Bezug zum Ruhrgebiet sind im Moment zu bekommen. Anlaß genug für eine "Ruhrgebietsweinprobe", natürlich beim großen Event auf der A 40: 60 Kilometer lange Tafel von Duisburg bis Dortmund. Da sind aber weder Glasflaschen noch Gläser erlaubt, das trübt die Freude am Verkosten dann doch etwas. Außerdem die Frage der Kühlung bei den enormen Hitzegraden dieses Sommers ! Deshalb haben der Genießer und ich schon mal in Ruhe vorgekostet. Auch der Mahlzeitvogel war beteiligt und hat auch die Fotos gemacht.


Folgende Flaschen wurden geöffnet:
Fazit: Wein kommt, Bier geht. Zumindest in der Wunschphantasie eines Ruhris, der sich dem Wein verschrieben hat. Zwar ist natürlich bei allen Weinen viel Marketing im Spiel. Trotzdem sind es Versuche, dieser Region, die sich nach wie vor mit einem Minderwertigkeitskomplex herumschlägt, eine gewisse originelle Wertigkeit zu geben.
Außerdem kommt die Zeit, wo wir unsere Halden und Hänge mit Reben bepflanzen und unseren Wein selber machen! Bis dahin: Trinkt Ruhriweine !

Kulinarische Begleitung der Probe:
Leberwurst auf Pumpernickel und die Westfälische Auster

17.07.2010

Weinlesung Bo -Total mit Weindeuter

Morgen bei Bo - Total: Wein statt Culcha Candela

Bo - Total, das umsonst & draußen Festival zum Beginn der Sommerferien in Bochum, steht für laute Musik und Bier. Dieses Jahr findet dort ein Experiment statt. Auf der Wortschatzbühne wird vorgelesen und es gibt dazu Wein zu trinken: Eine kleine Verkostung mit vier Weinen und ausgesuchten Stücken vinophiler Dichtkunst von Goethe bis Bukowski. Mit Weindeuter und Ute Thie.

Wortschatzbühne Sonntag 17.45 - 18.15