05.02.2009

Regain - schwerer Junge vom Ventoux


Nicht die Supermarktflaschen, in Riesenmenge möglichst massenkompatibel vom Großabfüller hergestellt, reizen den Weinfreund, sondern Weine, die Charakter haben, möglichst in überschaubarer Menge von handwerklich arbeitenden Winzern erzeugt.
Ist das auch im preislichen Alltagsbereich bis 10€ möglich ?
Geöffnet war der Regain 2006 von der Domaine Vindemio aus Südfrankreich, geanuer aus dem Bereich um den Mont Ventoux in der Provence, die Weine dort zählen zum Anbaugebiet südliche Rhone.
Ein ziemlicher Klotz steht da im Glas, in der Nase kein Duftikus – etwas verhaltene dunkle Aromen von Rumtopf und Lakritze, wirkt „schwer“. Im Mund dann dichte Textur, füllt den Gaumen komplett aus, macht sich mit Würzaromen breit. Recht spicy, aber auch hot, und das kommt vom Alkohol - 15 %  sind da schon eine Hausnummer. Eine spezielle Geschichte also für Leute, die vor Kraft im Wein nicht zurückschrecken. Ich lasse mich hier sehr gerne darauf ein, weil es typisch ist für solche Gewächse aus dem heißen Süden. Die Sonne lässt die Trauben vollreif und konzentriert werden - wenig Wasser viel Geschmack. Ein Wein ohne Tricks und Manipulation aus biologischem Anbau, die Homepage der Winzer ist leider bislang nur ein Rudiment.
p.s. Am zweiten Tag war die zweite Hälfte des REGAIN weicher, zugänglicher, einfach „süffiger“, ein Zeichen dafür, dass etwas Luft solchen Dickschiffen gut tut.

(REGAIN 2006 Domaine Vindemio / Cotes du Ventoux  70%Grenache, 30%Syrah Mövenpick Weinland 5,90€ statt 8,50€)

Kommentare:

  1. Das hört sich gut an. Das Dickschiff steht schon auf der Einkaufsliste.

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  2. Auf meiner auch. Habe gerade "Perrin et Fils" 2007 vom Ventoux im Anschlag - gleicher Preis bei Mövenpick - und würde ihn gern mal damit vergleichen. Mont Ventoux war nach Alpe d'Huez auch immer meine Zweitlieblingsetappe, als man die Tour noch gucken konnte.

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